Berichte von unseren Aktivitäten

1. bis 22. Juni 2017: Reha-Aufenthalt in Rovinj

(von Karl Steinkellner)

Nach meinem Sportunfall im Nov. 2008 kam ich 2009 ins Rehabilitationszentrum Weißer Hof und lernte dort Charly Herdlinger kennen, der mit einem Beinbruch einige Zeit mein Zimmerkollege war. Der gute Kontakt blieb erhalten und auf seine Anregung trat ich dem VQÖ bei. Heuer wollten wir gemeinsam den Rehab-Aufenthalt in Rovinj absolvieren, leider musste Charly wegen einer akuten Entzündung im Bein kurz vorher absagen und Linda und ich mussten plötzlich alleingestellt den Kuraufenthalt als Greenhorns beginnen. Wir fragten uns, was wird uns erwarten?

Die Fahrt von Steyr über Graz mit einem Stopp in Gralla verlief problemlos und um ca. 13h trafen wir in Bolnica ein. Vor unserer Unterkunft herrschte bereits reger Betrieb und wir wurden sogleich wie Freunde begrüßt. Allen voran Manfred, der uns gleich seine Hilfe anbot. Beim Betreten unseres Zimmers erlebten wir jedoch einen kleinen Schock, es war klein und die Einrichtung sehr einfach, da sollten wir es 3 Wochen aushalten. Wie immer hatte Linda zu viel mitgenommen und wusste nicht, wohin mit allen Sachen. Manchmal ist der erste Eindruck enttäuschend, aber um es gleich vorweg zu nehmen, es wurde ein wunderschöner Aufenthalt unter lauter lieben Menschen. Nach einem sehr guten Mittagsessen erfolgte die Begrüßung durch Manfred, danach erste Erkundung des Geländes.

Das Rehab-Zentrum Bolnica besteht aus mehreren Gebäuden, einem Krankenhaus und einer Kirche verstreut auf einer Halbinsel mit altem Baumbestand, ruhigen Spazierwegen zum Entspannen und Erholen. Eine schöne Badebucht mit Kiesstrand und eine neu renovierte Badeanlage mit zwei Rampen ins Meer für uns Rollifahrer ergänzt das Ambiente.

Der nächste Tag begann fast ein wenig stressig. Frühstück im Speiseraum, Therapieeinteilung im Therapiecenter und Morgengymnastik an der Mole. Alle Plätze mussten erst gefunden werden.

Die ersten Tage vergingen wie im Fluge, wir besuchten Rovinj zu Fuß (Swiss-Trak) oder mit dem Fahrrad (Handbike) und erkundeten die engere Umgebung per Rad, wobei uns Mentl und Rudi als Guide zu Hilfe kamen und wir mit ihnen schöne Radtouren unternahmen, inklusive Einkehrschwung oder wie es Rudi nannte, Tankstelle.

An einem der ersten Abenden luden Peter und Heidi zur schon traditionellen Speckjause auf die Terrasse, was uns gleich Gelegenheit bot, mit vielen in Kontakt zu kommen. Trotz intensivem Zugreifen wurde nur die Hälfte bewältigt und der Rest bei unserer Einstandsfeier nochmals aufgetischt.

Ein Kirchenbesuch an den Sonntagen war zwar kein Muss, jedoch sicher eine Bereicherung unseres Rehab Aufenthaltes. Anschließend gab es auf der Terrasse ein Frühschoppen mit Kaffee und Mehlspeise, musikalisch untermalt von unserem Harmonikaspieler Georg Leitinger.

Am zweiten Sonntag stand nachmittags eine Bootsfahrt nach Vrsar am Programm, von Manfred bestens organisiert und von Toni und seinem Schiff Marija perfekt ausgeführt.

Am Montag war ein Ausflug nach Motovun angesagt. Leider bestand wenig Interesse sodass Manfred mit Linda und mir alleine fuhr. Für uns zum ersten Mal ein unvergessliches Erlebnis, zumal die Auffahrt durch die steile und enge Gasse von Manfred fahrtechnisch einiges abverlangte und ihm unsere ehrliche Bewunderung einbrachte. Beim Suchen nach Jemandem zum Öffnen der Schranken kam unser lieber Manfred ordentlich ins Schwitzen. Der Rundgang oben war einmalig mit herrlicher Aussicht. Eine kleine Bar lud ein zu Eiskaffee und Bier. Die Rückfahrt war wieder ein Meisterstück.

Von den Aktivitäten möchte ich noch eine sehr interessante Führung in Rovinj ansprechen, bei der wir viel über die alte und jüngere Vergangenheit der Stadt erfuhren. Eine Labung mit kühlem Mineralwasser war bei der großen Hitze jedem willkommen. Des Weiteren besuchten die meisten von uns ein Konzert in der Franziskanerkirche und waren von der Darbietung restlos begeistert.

Ende der zweiten Woche erreichte das Meer eine Wassertemperatur um die 23 bis 24 Grad. Linda und ich nahmen nach dem Mittagessen einen Duschrollstuhl mit zum Badeplatz. Dort stellte sich heraus, dass der Rolli kein Fußbrett hatte und Linda überfordert wäre, mich gekippt die Rampe hinunter zu fahren. Kein Problem, sofort war unser starker Manfred zur Stelle und beförderte mich und gleich alle weiteren inzwischen dazugekommenen Badeaspiranten ins Wasser und später wieder alle heraus und nahm zuletzt noch selbst ein Bad im Meer. Für die nächsten Tage organisierte Manfred einen Duschrolli mit Fußbrett aus der Schwimmhalle und ermöglichte uns durch seine Hilfe weitere Badetage im Meer. Ich möchte noch erwähnen, dass es für Traudi und mich nach unserer Lähmung das erste Mal war, im Meer zu baden. Danke Manfred.

Am Montag den 19.Juni gab es im Restaurant Biondi noch das Abschlussessen, die Kosten der sehr guten Speisen übernahm dankenswerter Weise der VQÖ. Dann kam ein trauriger Augenblick, Manfred gab seinen Abschied als Organisator nach 21 Jahren bekannt. Ich glaube, ich sah nicht nur bei ihm feuchte Augen. Mentl Putz überreichte von uns einen Geschenkkorb und mit Musik von Georg und Gesang endete spät ein netter und lustiger Abend. Zum Schluss möchten sich Linda und ich bei allen für diesen schönen Rehab-Aufenthalt bedanken und wir hoffen, uns auch in Zukunft bei der einen oder anderen Gelegenheit wieder zu sehen.

7. Mai 2017: 4. World Run der Wings for Life Stiftung

(von Fritz Gardavsky)

92,1 km im Alltags-Rollstuhl

Der Gesamtsieger beim heurigen Wings for Life World Run kommt aus Schweden und heißt Aron Anderson. Erstmalig wurde ein Rollstuhlfahrer Gesamtsieger. Der 29-Jährige startete in Dubai, wo er sich trotz hoher Temperaturen aufgrund der Strecke gute Chancen ausrechnete - und dann tatsächlich gewann. Aron Anderson war dabei mehr als fünfeinhalb Stunden unterwegs.

Der 29-jährige Sieger: Aron Anderson aus Schweden

Am World Run 2017 nahmen über 155.00 Läuferinnen und Läufer in 24 Ländern teil. Das Rennen begann weltweit zur gleichen Zeit, 13:00 MEZ. Die Stiftung Wings for Life, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Querschnittlähmung heilbar zu machen, lud zu diesem Laufevent alle Menschen ein. Nicht Behinderte und Rollstuhlfahrer starten gemeinsam. Die Tatsache, dass sich alle Läufer "auf Augenhöhe" begegnen, ist wahrscheinlich die große Stärke des "Wings for Life World Run". Unser Vorstandsmitglied Philipp Nieke dazu: "Das ist für mich ein ganz zentraler Punkt, den ich total schön finde und ein Grund, warum ich seit drei Jahren an jedem World Run teilgenommen habe. Beim Laufen ist es völlig selbstverständlich, dass Rollstuhlfahrer und Läufer nebeneinander starten und gemeinsam gegen das Catcher Car kämpfen."

Das Prinzip dieses Laufes besteht darin, dass 30 Minuten nach dem Start überall sogenannte Catcher Cars den Läufern mit steigender Geschwindigkeit nachfahren und irgendwann erreichen. Für den, der vom Catcher Car überholt wird, ist das Rennen zu Ende. Prinzipiell spielt das Siegen bei diesem Lauf eine eher untergeordnete Rolle, läuft man doch für die, die es nicht selbst können.

Ein beeindruckendes Bild vom Start beim Rathuas in Wien

Die Strecke in Österreich mit Start beim Rathaus in Wien war eine der erfolgreichsten Strecken in diesem Jahr. Österreichsieger wurde Lemawork Ketema mit 87,16 gelaufenen Kilometern. Das war auch ein persönlicher Erfolg für den Flüchtling aus Äthiopien, denn bei den bisherigen World Runs blieb er jeweils knapp unter der 8o-km-Marke.

Am Start waren aber nicht nur (Leistungs-)Sportler, sondern auch Mütter mit Kinderwägen, Schwangere und Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind. Dazu ein Zitat von Lemawork: "Diese Menschen sind Helden."

Bester Rollstuhlfahrer in Österreich war unser Mitglied Daniel Kontsch. Daniel, Jahrgang 1986 ist nach einem Motorradunfall 2009 inkomplett querschnittgelähmt (TH12).
Mit 34,78 Kilometern erreichte er weltweit den 1937. Platz.

Unser Mitglied Daniel Kontsch und sein Zertifikat

Bei "Wings for Life" gehören Rollis dazu. Ganz selbstverständlich. So wie sie Teil des Alltags sind.
Und niemand hat damit ein Problem: Inklusion ist keine Hexerei.

5. und 6. Mai 2017: Albert-Wöhrer-Gedächtnisturnier in Stainz

 

(von Mag. Michael Wöhrer)

„Steirische Festspiele“ beim 3./18. Albert Wöhrer Senioren-Rollstuhltennisturnier Gedenkturnier 2017 in Stainz

 

Harald Pfundner und Wolfdietrich Fritz

Bereits zum 18. Mal wurde ein nationales Senioren-Rollstuhltennisturnier in der Steiermark ausgetragen. Seit drei Jahren ist es auch ein Gedenkturnier für meinen verstorbenen Vater, Albert Wöhrer, dem Gründer und langjährigen Organisator des Turniers. Der Veranstalter, der Verband der Querschnittgelähmten Österreichs, hat auch heuer wieder ein Preisgeld von 1.000 € zur Verfügung gestellt, das unter elf Herren und einer Dame am 5. und 6. Mai in Stainz ausgespielt wurde.

Im Einzel setzten sich die gesetzten Spieler durch. Im rein steirischen Finale siegte Pfundner Harald gegen Fritz Wolfdietrich (siehe Foto rechts) mit 6:3 und 6:1. Der schöne Wanderpokal aus Glas würde somit beim nächsten Sieg von Herrn Pfundner (3.!) in seinen Besitz übergehen. Im Doppel setzten sich die beiden Steirer ganz knapp gegen die Tiroler Paarung, Troppacher Robert und Heim Hubert, mit 6:2; 5:7 und 10:7 (Champions-Tiebreak) durch. Der Sieg von Tackner Peter im Einzel-B rundete die „steirischen Festspiele“ ab. Am Ende einer gelungenen Veranstaltung im schönen Schilcherland überreichte der Vizepräsident des Steirischen Tennisverbandes Herr Dr. Steiner Rudolf die Preise.

Impression von der Siegerehrung: v.l.: Hubert Heim, Dr. Rudolf Steiner (Vizepräsident STTV), Ing. Harald Pfundner, Mag. Michael Wöhrer (Organisator), Dipl.Ing. Wolfdietrich Fritz , Troppacher Robert

23. - 29. April 2017: Tennisturnier in Faak am See

23. - 29. April 2017: Tennisturnier in Faak am See

(von Mag. Michael Wöhrer)

  • Ort: Bundessport- und Freizeitzentrum Faak / See
  • Veranstalter: Verband der Querschnittgelähmten Österreichs
  • 12 Teilnehmer aus 6 Bundesländern
  • Kursleitung: Mag. Michael Wöhrer (RK Tobelbad, Steiermark)
  • Kurslehrer: Peter Höck (Tirol), Katharina Nagyi (Wien), Werner Tinkhauser (auch als Teilnehmer)
  • Trainingszeiten: 9:00 Uhr: Aufwärmen und Kondition, 9:30 - 12:00 und 14:00 bis 17:00 Uhr: Tennistraining auf 4 Plätzen

Wochenablauf: 

Das Teilnehmerfeld setzte sich aus 2 Anfängern, 3 Kaderspielern und der Rest aus großteiles erfahrenen Spielern zusammen. Die Anfänger hatten schon ein gutes Niveau und konnten beim Doppel und Mannschaftsbewerb mitmachen.

Am Montag trainierten wir am Vormittag in 4 Gruppen. Dabei wurde das Trainerteam vom Rollstuhltennisspieler Tinkhauser Werner unterstützt, der die Tennislehrerausbildung absolviert hatte. Am Nachmittag führten wir ein Einzel-Blitzturnier durch. Am Dienstag war der Ablauf gleich, mit einem Doppelturnier mit wechselnden Partnern. Am Mittwoch verschlechterte sich das Wetter. Der Vormittag war daher frei. Am Nachmittag trainierten wir in der Halle im Warmbad Villach auf 3 Plätzen. Den Freitag verbrachten wir in einer Halle in Feistritz mit Training und einem Mannschaftsbewerb. Da sich das Wetter am Freitag nicht bessern sollte, machten wir am Donnertag am Abend die Abschluss Besprechung mit den Siegerehrungen.

Am Freitag machten wir mit einem Billardturnier ein Alternativprogramm. Nach dem Mittagessen reisten die Teilnehmer etwas früher als geplant ab.

 Tennistrainer Peter Höck wird aus Altersgründen aufhören

Höck Peter, der seit 21 Jahren beim Tenniscamp als sehr kompetenter Trainer dabei war, gab bekannt dass er altersbedingt seine Tätigkeit beenden wird. Ich möchte mich bei ihm für sein großes Engagement und gute Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken. Tinkhauser Werner der uns ja schon seit 2 Jahren beim Training unterstützt erklärte sich bereit als 3. Trainer im nächsten Jahr zu fungieren.

 

16. bis 19. März 2017: VQÖ-Jubiläumsmonoskikurs am Stoderzinken

16. bis 19. März 2017: VQÖ-Jubiläumsmonoskikurs am Stoderzinken

(von Herfried Eisler)

  • Die Idee war großartig:

    Der erste Monoskikurs am Stoderzinken fand 1987 statt. Aus diesem Grund wollte Roman Kopp, der derzeitige Kursleiter der Monoskikurse am Stoderzinken in Gröbming, den heurigen Märzkurs (16. bis 19. 3. 2017) nicht sang- und klanglos abhalten, sondern besonders feierlich gestalten. Das 30-Jahr-Jubiläum sollte anständig gefeiert werden.
    Es wurden alle ehemaligen Kursleiter und Betreuer eingeladen, am Kurs und an den Feiern teilzunehmen.
    Es war für uns Gäste natürlich ein großes Hallo, uns nach vielen Jahren bzw. Jahrzehnten wieder zu sehen und in alten Erinnerungen zu schwelgen.
    Für mich als Gründer diese Kurses im Osten von Österreich war es eine große Freude, zu sehen, dass die Traditionen und die guten Beziehungen zu der Schischule Kornberger, zu den „Liftlern“, zum Steinerhaus, zur Rosemi-Hütte, zum Hotel Reisslerhof und zur Bevölkerung von Gröbming erhalten geblieben sind.
    Am Freitag gab es traumhaftes Schiwetter, am Samstag war es durch Nebel und Schneefall etwas bescheiden, aber das tat der guten Laune keinen Abbruch.
    Am Samstag wurde ein Schirennen für alle Kursteilnehmer und Gäste durchgeführt
    (RTL- Gleichmäßigkeitsrennen), wunderbar von Michi Kornberger und seinem Team organisiert. Die Siegerehrung fand im Steinerhaus statt.
    Am Abend gab es ein feierliches Diner zum Jubiläum im festlich gedeckten Speisesaal vom Reisslerhof, und von Roman für alle ein nettes Überraschungsgeschenk.

    Ich möchte mich in meinem Namen und im Namen aller anderen Gäste (Maria Schweizer, Manfred Schweizer, Wolfgang Lex, Birgit Ginzinger, Joachim Althammer, Leo Maier, Thomas Tittmann, Hermann Gaun, Alois Praschberger, Robert Tychi, Otti Zöhrer, Viktor Zöhrer), aller Kursteilnehmer (Mario Tiefengruber, Jo Safer, Bert Wiedenhofer, Hubert Aufschnaiter, Helmut Reiter, Nik Ikonomuo, Sebastian Buchsteiner und der Kurslehrer und Betreuer (Martina Konrad, Robert Troppacher) bei Roman für die gelungene Vorbereitung und Durchführung dieses Jubiläumsmonoskikurses bedanken und natürlich beim VQÖ, der diese Kurse seit 30 Jahren und hoffentlich noch viele Jahre mehr ermöglicht.

    Schi Heil,
    Herfried Eisler

18. - 22. Jänner 2017: Monoschikurs in Gröbming

(Ein Bericht von Roman Kopp)

Wenn perfekte Schneebedingungen und Sonnenschein an allen vier Tagen, gepaart mit einem Teilnehmerfeld das sich sehen lassen kann aufeinandertreffen, kann man von einem gelungenen Kurs sprechen. Zwei der Anfänger sind schon nach kurzer Zeit in die Fortgeschrittenengruppe aufgestiegen. Mike, unser Held der Stunde, konnte sich steigern und neue Pisten erkunden. Eigenkönnen und Selbstvertrauen der Skisportler stiegen von Tag zu Tag. Am Abend nach der Videoanalyse wurden wie immer Erfahrungen ausgetauscht, musiziert und das ein oder andere Gläschen getrunken.

Am Samstag hieß es rauf auf den Gipfel des Stoderzinkens. Ohne zu Zögern und vollen Mutes fuhren die Teilnehmer mit dem Schlepplift der Sonne entgegen. Das Team von Kornberger Michi, Chef des Hausberges der Gröbminger, kam uns wie jedes Jahr in allen Belangen entgegen. So auch, als es hieß, wir brauchen ein Schneemobil, um Mike auf den Gipfel zu befördern. Soweit das Auge reichte, kein Wölkchen am Himmel, Weitsicht ohne Ende und ein Schlückchen Sekt rundeten das Gipfeltreffen ab.

Die gut gelaunten Teilnehmer am Monoschikurs

 

Das Betreuerteam Martina, Benni, Robert 1, Robert 2 sowie Hans leisteten hervoragende Arbeit und trugen so zum reibungslosen Kursablauf bei. Vielen Dank an Euch.

Danke auch an das Steinerhaus für die Unterbringung der Sportgeräte und an die Rosemialm. Natürlich auch dem Reisslerhof, wir fühlten uns alle sehr wohl. An Krisztina einen besonderen Dank für die Fotos in Profiqualität, die demnächst auf www.monoschi-ost.jimdo.com zu sehen sind.

Somit ist der erste Teil des 30-jährigen Stoderzinkenkurses Vergangenheit.
Der zweite Teil beginnt am 16.03.2017 und endet mit 19.03.2017 - auch Tagesgäste sind herzlichst willkommen.

 

Zum Abschluss noch ein paar Gedanken einzelner Teilnehmer:

 Eine top Organisation ... und trotzdem sehr flexibel
Sehr freundliches und lustiges Betreuerteam, das immer sehr entgegenkommend war
Das Highlight war der Ausflug auf den Gipfel mit allen Teilnehmern
Traumhaftes, fast schon kitschiges Postkartenwetter
Tolle Unterkunft ... Preis-Leistungsverhältnis ist absolut in Ordnung
Flexibles Anreisen war kein Problem für den/die Organisatoren

 

17. Dezember 2016: 22. Weihnachts-Mixedturnier

(von Mag. Michael Wöhrer)

Im Dezember 2016 führte der 1. Steirische Rollstuhltennisclub bereits zum 22. Mal das traditionelle Rollstuhltennis-Mixturnier durch.

Dabei gab es viel Spaß und interessante Spiele.im Tenniscenter Stainz.

Die Finalisten 2016
Dagmar Konrad und Michael Wöhrer

 

Ganz im Sinne der Inklusion bestritten wir zum 22. Mal ein Mixed-Doppelturnier, bei dem je ein Rollstuhlfahrer mit einem „Geher“ zusammen spielten. Bereits zum 4. Mal in Serie siegte die Paarung Pfundner/Posch. Sehr erfreulich war die Teilnahme von Gerhard Schuster, der erst vor kurzem mit dem Tennissport begonnen hatte.

Bei der anschließenden Siegerehrung wurde vom Obmann Michael Wöhrer auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Sehr gutes Essen und hausgemachte Kekse rundeten die Weihnachtsfeier ab.


Die Sieger Harald Pfundner und Mario Posch, rechts: Michi Wöhrer

 

Ergebnisse:

  1. Harald PFUNDNER / Mario POSCH
  2. Willi GRÖBLACHER / Rudi HOCHENBERGER
  3. Peter TACKNER / Wolfgang REISENHOFER
  4. Dagmar KONRAD/ Edi GLAVAN
  5. Wolfi FRITZ / Jürgen BUND
  6. Edi NEUBAUER / Karl NEUBAUER
  7. Andrea SCHLÖGL / Christian SCHLÖGL
  8. Gerhard SCHUSTER / Michi WÖHRER

 


26. - 31. Oktober 2016: Europameisterschaften im Rollstuhltanzen in der Slowakei

Europameisterschaft Wheelchair Dance Sport

IPC WDS European Championships 2016, Kosice / SVK, 26. – 31.10.2016

(von Kerstin Govekar)

... das erfolgreiche österreichische Team ...

Im slowakischen Kosice fand die IPC Europameisterschaft Wheelchair Dance Sport mit 100 AthletInnen aus 15 Nationen statt. Österreich war hier mit 5 SportlerInnen in 6 Disziplinen am Start. Das Nationalteam konnte hier drei Medaillen, einen 5. sowie einen 8. Platz mit nach Hause bringen.

Herausragendestes Ergebnis dieser EM für rot-weiß-rot war der Vize-Europameistertitel für Sanja Vukasinovic (WheelChairDancers Salzburg) im Single Women Freestyle LWD 2 mit ihrer Interpretation von Tschaikowski’s „Schwanensee“. Hier fehlten ihr nur 0,85 Punkte auf Gold.

Sanja Vukasinovic: Vizeeuropameister im Freestyle
Katharina Ertas-Ferstl und Robert Pleininger im Kombi-Standard

 

In der Disziplin Single Women LWD 2 sicherte sie sich, wie schon bei der EM 2014, die Bronzemedaille hinter der Siegerin aus der Ukraine, gefolgt von Polen. Teamkollegin Brigitte Kröll (Vienna Rolli-Dancedream) erreichte über das Redance das Finale und dort Platz 6.

Im Single Men konnte sich Robert Pleininger (WCDS) einen 5. Platz im Finale ertanzen; der Europameistertitel ging wieder an die Ukraine, Deutschland wurde 2. und Polen holte Bronze.

Im Kombi Standard erreichten Katharina Ertas-Ferstl und Robert Pleininger bei ihrem ersten großen gemeinsamen Titelwettkampf das Semifinale und wurden 8. Für Katharina war es die zweite Europameisterschaft im Wheelchair Dance Sport – 2009 war sie Semifinalistin bei der EM in Tel Aviv, hier in der Disziplin Kombi Latin mit ihrem damaligen Partner Michael Ladstätter. (alle WheelChairDancers Salzburg)

 

Ebenfalls eine Bronzemedaille ertanzten sich Brigitte Kröll und Werner Kaiser (VRDD) im Duo Standard hinter Sieger Ukraine und Polen. Im Duo Latein wurden sie im Finale Vierte.

Brigitte Kröll und Werner Kaiser: Bronzemedaille in Duo Standard

Damit erreichte Österreich im EM-Medaillenspiegel die 6. Position.

Bundestrainer Diethard Govekar wurde vom IPC für diese Europameisterschaft als IPC-Wertungsrichter akkreditiert. Kerstin Govekar betreute das Team als Coach und durfte bei der Eröffnungszeremonie den paralympischen Eid der Coaches sprechen. Teamleader war diesmal Roland Lipovits und Heinrich Carda betreute das Team physiotherapeutisch.

Nach den IPC Asian Championships eine Woche nach der EM ist jetzt auch das IPC-Jahres-Worldranking online. Österreich ist zum Jahresende wie folgt vertreten:

      • Sanja 1. Platz Single Women LWD 2 von 32 Damen
      • Sanja 1. Platz Single Women Freestyle LWD 2 von 15 Damen
      • Brigitte und Werner 1. Platz Duo Standard LWD 2 von 20 Paaren
      • Robert 2. Platz von 25 Herren
      • Brigitte und Werner 3. Platz Duo Latin LWD 2 von 19 Paaren
      • Katharina und Robert 9. Platz Kombi Standard von 30 Paaren.
      • Brigitte 9. Platz Single Women von 32 Damen.

 

5. November 2016: 25. Rollstuhl-Tischtennisturnier

(Ein Bericht von Andreas Vevera)

Am 5. November lud der Niederösterreichische Paralympicssieger Andreas Vevera (BSV Weißer Hof) Senioren und Seniorinnen aus ganz Österreich zu einem Rollstuhl-Tischtennisturnier in seine Heim-Trainingsstätte ins AUVA Rehabilitationszentrum Weißer Hof nach Klosterneuburg ein.

2016 nahmen zahlreiche Sportler an diesem traditionsreichen Turnier teil

Bereits zum 25. Mal fand dieses Rollstuhl-Tischtennisturnier in einem AUVA Rehabilitationszentrum statt. Gemeinsam mit dem VQÖ (Verband der Querschnittgelähmten Österreichs) mit Obmann Manfred Schweizer und dem BSV Weißer Hof konnten sie ein hochkarätiges Starterfeld von 22 Teilnehmern verzeichnen.

"Leider mussten 4 Teilnehmern kurz zuvor absagen. Trotzdem waren von den erst 20 Spieler der österreichischen Rangliste 10 Sportler, darunter ua. auch Welt-, Europameister und Paralympicssieger am Start. So war dieses Seniorenturnier stärker besetzt als so manches Turnier in Österreich! Von Tirol bis zum Burgenland waren Spieler mit dabei. Wir mussten ziemlich Gas geben, um alle Spiele unterbringen zu können. Die Turnierleitung mit Erni Kastner, Thomas Haider und Hans Ruep hat tolle Arbeit geleistet. Großen Dank gilt auch all meinen Helfern im RZ Weißen Hof, der AUVA, dem VQÖ, meinem Team, unserem Hauptsponsor ARA und allen Sponsoren, die dieses Turnier unterstützt haben. Es waren hochklassige Spiele dabei, wo sich viele junge Spieler etwas abschauen hätten können. Es hat allen sichtlich Spaß gemacht. Das Lob für eine tolle Veranstaltung von vielen Teilnehmern hat mich sehr gefreut. Auch, dass ich 2 Goldmedaillen gewinnen konnte, war super", meinte Organisator und Spieler Andi Vevera.

Andreas Vevera (BSV Weißer Hof) mit 2 Goldmedaillen und Peter Starl (BBSV) mit je einer Gold-, Silber- und Bronze-Medaille waren beim Seniorenturnier 2016 der erfolgreichsten Spieler.

Die Sieger in den einzelnen Bewerben

Im Einzel-Bewerb gewann der topgesetzte Spieler aus dem Burgenland Peter Starl (BBSV) das Finale gegen Hans Ruep denkbar knapp im 5. Satz. Im Spiel um den 3. Platz setzte sich Helmut Reiter (RSCTU) gegen Christian Saiger (BBSV) durch.

Im Doppel-Bewerb gewann Andreas Vevera mit seinem langjährigen Doppelpartner Hans Ruep (RSC Heindl) das Finale gegen Peter Starl und Christian Saiger (BBSV) mit 3:2. Den 3. Platz belegte die Paarung Gottfried Gratz und Helmut Reiter (RSCTU).

Auch im Mixed-Doppel gewann er mit seiner Trainingspartnerin und Vize-Paralympicssiegerin Doris Mader die Goldmedaille. Den 2. Platz belegten Ulrike Zottel und Franz Desch (VSV St.Pölten/VSV Amstetten). Auf dem 3. und letzten Platz landete die Paarung Laila Maier und Peter Starl.

Die Teilnehmer am Mixed-Doppel

Bei einer sehr netten Siegerehrung, welche von Organisator Andreas Vevera, VQÖ-Obmann Manfred Schweizer und DKGP Hammer Helmut (BSV Weißer Hof-Obmann), dazu die Sponsoren Rudi Schuhmann (RudiLeiberl) und Dieter Veit (Hotel Alte Mühle) durchgeführt wurde, wurden alle Teilnehmer auf die Bühne gebeten und die Sieger geehrt.

Die Gewinner erhielten neben Pokale, künstlerisch gestaltete Kerzen, gespendet von der Fa. Otto Bock, auch einen Gold-Sekt von der Fa. Inführ. Anschließend wurden alle zu einem gemütlichen Abendessen vom Verband der Querschnittgelähmten in die dort befindliche Kantine eingeladen und beendeten einen sehr netten, aber anstrengenden Tag.

 Weitere Informationen unter www.bsv-tischtennis.at


Ergebnisse

Einzel

  1. Starl Peter (B)
  2. Ruep Hans (OÖ)
  3. Reiter Helmut (T)
  4. Saiger Christian (B)
  5. Gratz Gottfried (T)
  6. Desch Franz (NÖ)
  7. Vevera Andreas (NÖ)
  8. Schöndorfer Klaus (B)
  9. Zottel Wolfgang (NÖ)
  10. Erlinger Josef (OÖ)
  11. Zach Karl (NÖ)
  12. Buchner Siegfried (T)
  13. Zichtl Franz (NÖ)
  14. Zottel Ulrike (NÖ)
  15. Maier Laila (NÖ)
  16. Panholzer Thomas (OÖ)
  17. Hauck Herbert (NÖ)
  18. Blechinger Wilhelm (OÖ)
  19. Voudouries Georgis (NÖ)
  20. Schneider Thomas (T)
  21. Wosolsobe Josef (NÖ)

 

 

 

Doppel

1. Ruep Hans / Vevera Andreas (OÖ/NÖ)
2. Starl Peter / Saiger Christian (B)
3. Gratz Gottfried / Reiter Helmut (T)
4. Desch Franz / Zottel Wolfgang (NÖ)
5. Zach Karl / Zichtl Franz (NÖ)
5. Buchner Siegfried / Schneider Thomas (T)
5. Erlinger Josef / Schöndorfer Klaus (OÖ/B)
5. Mader Doris / Hauck Herbert (NÖ
5. Blechinger Wilhelm / Panholzer Thomas (OÖ)
5. Zottel Ulrike / Maier Laila (NÖ)
5. Voudouris Georgis / Wosolsobe Josef (NÖ)

 

Mixed-Doppel

1. Mader Doris / Vevera Andreas (NÖ)
2. Zottel Ulrike / Desch Franz (NÖ)
3. Maier Laila / Starl Peter (NÖ/B)

 

18. - 23. September 2016: Handbike-Camp in Podersdorf

10 Jahre „Handbike-Camp“

(von Mag. Jörg Goldgruber)

Im Jahr 2007 war Gnas zum ersten Mal Austragungsort des „Handbike-Camps“ (vormals „Aktiv-Sport-Camp“). Auch im darauffolgenden Jahr fand die Veranstaltung, bei der neben dem Handbiken auch noch Tennis und Tischtennis angeboten wurden, in der Oststeiermark statt. Seit 2009 unternehmen wir nun unsere Radtouren in Podersdorf am Neusiedlersee.

Die Teilnehmerzahl liegt immer zwischen 20 und 25, wobei es sogar einen Teilnehmer gibt, der heuer zum zehnten Mal dabei war, also noch keinen Kurs ausließ. Sehr erfreulich ist es für mich, dass wir jedes Jahr einige Neulinge für diese wunderschöne Sportart begeistern können.

Das Hotel Herlinde in Podersdorf bereitet uns immer einen sehr angenehmen Aufenthalt und ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Fam. Lentsch mit ihrem Team bedanken. 

Ein weiteres Dankeschön gilt Karli Nestler (Firma „Cura-San“), der uns mit der Bereitstellung eines Rehatechnikers und eines Servicewagens seit dem ersten(!) Kurs tatkräftig unterstützt. 

Der Termin für das Jahr 2017 steht auch bereits fest: 17.-22. September.

Kursleitung: Mag. Jörg Goldgruber

Kurslehrer: Mag. Jürgen Kreisler, Josef Wagner und Martin Fortmüller (Servicemann)

Teilnehmer 2016:

  • Heinz Beranek
  • Mario Grabner
  • Josef Grundner
  • Johann Hauser
  • Johann Höfferer
  • Peter Lenz
  • Hermine Lex
  • Karl Nestler
  • Anton Neumeister
  • Jürgen Paier
  • Herwig Pellosch
  • Franz und Gertrude Reicher
  • Heide und Peter Resch
  • Johann und Kornelia Schmerlaib
  • Franz Trupp
  • Hans Wegscheider
28. September bis 1. Oktober: Fachmesse Rehacare in Düsseldorf

Europas führende Fachmesse für Rehabilitation und Pflege fand vom 28.9. bis 1.10.2016 in Düsseldorf statt.

Hier einige Kennzahlen:

  • 49.300 internationale Branchenprofis und Betroffene als Besucher
  • 916 Aussteller aus 36 Ländern
  • 32.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche
  • 2016: Das beste Ergebnis der 39-jährigen Geschichte

Weitere Informationen bietet der Abschlussbericht als Download.

Im Internet unter www.rehacare.de

Geplanter Termin für 2017: 4. bis 7. Oktober

11. September 2016: 7. Flugtag für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Linz

(Text und Fotos: Ernst Gansinger - ein Artikel in der Kirchenzeitung)

13. bis 17. September 2016: Kulturtage in der Schweiz

(Text: Hermann Traxler, Fotos: Georg Steiner)

  • Veranstalter: Verband der Querschnittgelähmten Österreichs
  • Organisator: Manfred Schweizer
  • Termin: Dienstag 13. bis Samstag 17. September 2016
  • Busfahrer: Hubert Warl
  • Teilnehmer: 21 Personen (11 Rolli- bzw. Scooterfahrer und 10 Beglitpersonen inkl. Fahrer)
ESCIF-Genralsekretär Urs Styger informiert über das Schweizer Paraplegiker-Zentrum

Am Dienstag, den 13.09.2016 um 09:00 Uhr starteten wir in Salzburg bei der Schwarzenberg-Kaserne bei herrlichem Wetter. Die Fahrt ging auf der Autobahn über Kufstein, Wörgl, Innsbruck bis zur Raststätte Pettnau. Dann ging es weiter durch den Arlbergtunnel nach Feldkirch, weiter über Liechtenstein in die Schweiz. Entlang dem Walensee, Zürichsee und Zugersee fuhren wir nach Luzern und dann nach Nottwil am Sempachersee zum Schweizer Paraplegiker-Zentrum. Unsere Unterkünfte gehören zum Seminarhotel Sempachersee.

Am Mittwoch hatten wir zuerst eine Führung durch das „Schweizer Paraplegiker-Zentrum“ (SPZ). Urs Styger, Mitarbeiter im SPZ, erläuterte uns die Entstehung des SPZ mit dem weltweit einzigartigen Leistungsnetz und führte uns durch verschiedene Bereiche – Rollstuhlabteilung, Fahrzeugumbau und Orthopädische Abteilung. Das Mittagessen nahmen wir im dortigen Selbstbedienungs-Restaurant ein.

Bereits um 13:15 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Luzern, um uns die Kunstsammlung der Familie Rosengart (mit Bildern von Pablo Picasso, Marc Chagall, Paul Klee, Joan Mirò etc.) anzusehen. Die Führung wurde interessant und leidenschaftlich von einer überaus kompetenten Frau geleitet. Um 19:30 Uhr gab es ein reichhaltiges Abendessen im Restaurant Aurora, das wie am Dienstag wieder sehr gut schmeckte.

Führung in der Kunstsammlung der Familie Rosengart

Am Donnerstag standen wir bei leichtem Nieselregen schon um 08:15 Uhr zur Abfahrt bereit. Unser Ziel war die Talstation der „Pilatus-Bergbahnen“ in Kriens. Von hier brachten uns kleine Gondeln zum Krienseregg (1029 m) und weiter zum Fräkmüntegg (1415 m). In jede dieser Gondeln passte nur jeweils ein Rollstuhlfahrer mit Begleitperson. Sowohl das Hineinheben als auch das Verlassen der sich langsam dahin bewegenden Gondel über die ca. 30 cm hohe Schwelle war für das Liftpersonal und die Begleitpersonen eine Herausforderung, die aber bravourös gemeistert wurde. In Fräkmüntegg stiegen wir in eine große rollstuhlgerechte Gondel um, mit der wir alle gemeinsam die Fahrt zur Bergstation am Pilatus, dem bekannten Aussichtsberg in der Schweiz mit 2132 m Höhe, südwestlich vom Vierwaldstättersee, fortsetzten. Die Bergstation ermöglichte uns durch die großen Fenster schon einen ersten Rundblick. Zuerst noch bei starker Bewölkung und stellenweisem Nebel gingen wir zu den Aussichtsplätzen. Mehrere Rollstuhlfahrer fuhren auch den rollstuhlgängigen Rundweg durch die 500 m lange Felsengalerie – den Drachenweg – und hofften (nicht vergebens), auch nebelfreie Augenblicke in Richtung Vierwaldstättersee zu erhaschen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Blick auf die steilste Zahnradbahn der Welt mit 48% Steigung, welche auf der anderen Seite des Berges von Alpnachstad hochfuhr. Gegen Mittag fiel dann dichter Nebel ein und verhinderte wirksam die Sicht nach unten in Richtung See. Bereits während des Mittagessens lichtete sich der Nebel aber wieder und wir konnten doch teilweise den wunderschönen Ausblick genießen. Im Rahmen der Talfahrt mit den Gondeln war die Sicht dann wieder sehr schlecht und es regnete leicht. Umso erfreulicher war dann die Ankunft bei der Talstation, wo sich die Sonne wieder blicken ließ und wir deshalb bei der Stadtführung um 15:30 Uhr in Luzern und auch bei der darauf folgenden Bootsfahrt am Vierwaldstättersee ruhiges Spätsommerwetter erlebten.

Die Stadtführung im schönen Luzern (ca. 80.000 Einwohner), das auch als Klein-Venedig bezeichnet wird, führte uns zur Kapellbrücke mit Wasserturm (die nach einem Brand wieder originalgetreu aufgebaut wurde), weiter zum Rathaus, zur Jesuitenkirche (sehr schöne Barockkirche), beim Regierungsgebäude von Luzern vorbei und anschließend in die Altstadt, vorbei am Brunnen mit der Säule am Weinmarkt. Diese Altstadt ist bereits seit 1960 eine Fußgängerzone.

Luzern, Kapellbrücke mit Wasserturm

Im Anschluss daran machten wir eine cirka zweistündige Schifffahrt am Vierwaldstättersee. Bei dieser Fahrt konnten wir vom See aus auf Luzern mit den vielen schönen Villen, Schlössern und Hotels blicken. Der Vierwaldstättersee hat eine Gesamtlänge von 38 km und wird von ca. 100 Zuflüssen gespeist. Danach brachte uns Hubert wieder sicher nach Nottwil zum Hotel zurück.

Jeremias-Gotthelf-Zentrum in Lützelfloh

Am Freitag ging es um 8:30 Uhr bei bedecktem Himmel aber trockenem Wetter nach Lützelfloh im Emmental. Die Fahrt dorthin war beeindruckend schön und wir konnten viele Bauernhäuser mit Walmdächern sehen. Nach einer knapp einstündigen Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht: das „Jeremias-Gotthelf-Zentrum“ (das ehemalige Pfarrhaus von Lützelfloh, welches 1655 erbaut wurde). Die Museumsführerin erzählte uns vom Leben und Wirken des Jeremias Gotthelf (geboren als Albert Bitzius und Sohn eines evangelischen Pfarrers), der Priester, Schriftsteller und auch Schulkommissär war. Bekannte Werke von Jeremias Gotthelf (1797–1854), der in der Zeit des Wandels von der Agrarwirtschaft zur Industriegesellschaft lebte, sind: „Die schwarze Spinne“, der Roman „Der Bauernspiegel“ u.v.a.m.

Mit dem Besuch der Kirche und der Grabstätte von Jeremias Gotthelf – auf dessen Grabstein ganz treffend steht: „Wer wahrhaftig ist, der saget frei, was recht ist und ein wahrhaftiger Mund bestehet ewiglich.“ – beendeten wir die Besichtigung in Lützelfloh.

Regierungsgebäude in Bern

Um 12:00 Uhr ging es dann weiter in Richtung Bern, wo wir um 14:30 eine Stadtführung starteten, um auch die Hauptstadt der Schweiz etwas besser kennenzulernen.

Die Führung begann am Bundesplatz beim Regierungsgebäude nahe der Schweizer Nationalbank und führte uns als erstes zum Glockenturm mit einer astronomischen Uhr und einem Glockenspiel. Das Uhrwerk besteht schon seit 1530 und der gut sichtbare Glockenschläger oben im Turm schlägt zu jeder vollen Stunde mit einem großen Hammer auf die Glocke. Nächste Station war die Kramgasse, wo sich das „Einstein-Haus“ befindet, in dem Albert Einstein als junger Mann einige Jahre wohnte. Die Kramgasse war einst das Zentrum von Bern. Weiter ging es in die Kreuzgasse und zum Berner Münster mit einer Höhe von 100,60 m. Sie ist die größte und wichtigste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz. Baubeginn dieser anfangs katholischen Kirche war 1421, die Bauzeit betrug ca. 150 Jahre. Das Bauwerk wurde dann im Jahre 1528 von den Protestanten übernommen und fertiggestellt. Das Hauptportal der Kirche aus der Zeit der Reformation ist sehr schön ausgestaltet und mit Figurengruppen von Heiligen, guten und bösen Menschen, usw. bestückt.

Anschließend konnten wir nahe der Kirche schon einen Blick auf die Aare genießen, ehe wir in Richtung Nydeggbrücke gingen, um auf dieser die Aare zu überqueren. Auf der anderen Seite des Flusses wartete Hubert mit unserem Reisebus auf uns. Beim Überqueren dieser Brücke konnten wir als Draufgabe von oben in ein Bärengehege blicken und uns über die dortigen drei Braunbären freuen, ehe wir wieder nach Nottwil zurückfuhren.

Rehabilitaionszentrum Nottwil
Kloster Einsiedeln

Am Samstag war bereits um 08:15 Uhr die Abfahrt vom Seminarhotel Sempachersee angesetzt, um nach Einsiedeln zu fahren und die Führung in der Klosterkirche durch Pater Gabriel nicht zu versäumen. Einsiedeln liegt südlich vom Zürichsee im Kanton Schwyz. Die Errichtung dieser Wallfahrtskirche geht auf den Einsiedler Meinrad zurück, der um 840 n. Chr. in diese Gegend kam, dort ca. 20 Jahre lebte und am 21. August 861 von zwei Räubern zu Tode geprügelt wurde.

Diese berühmte Wallfahrtskirche aus der Barockzeit ist achteckig gebaut. Im Kircheninneren wurde die Gnadenkapelle zur Schwarzen Madonna errichtet. Die Kirche enthält viele Details, eine Besonderheit ist eine Sanduhr bei der Kanzel, die dem Prediger als Hilfestellung diente (um die geplante Redezeit einhalten zu können).

Der Bau des Klosters Einsiedeln dauerte nur von 1704 bis 1735, wobei bereits im Jahre 1718 das „Kloster-Geviert“ fertiggestellt wurde. Die erste Renovierung wurde erst 1975 durchgeführt und die Benediktiner haben nun die Absicht, die Kirche alle zehn Jahre zu reinigen. Derzeit leben 51 Mönche im Kloster Einsiedeln.

Bus derf Firma Oberlojer

Nach der einstündigen Führung nahmen wir wieder Kurs auf unsere Heimat. Nach einer Mittagsrast in Feldkirch im Gasthaus „Zum Löwen“ und einer regenreichen Fahrt erreichten wir um 18:20 Uhr die Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg, von wo wir mit den eigenen Autos die Heimreise antraten.

Ein besonderer Dank von uns Reiseteilnehmern gilt Manfred Schweizer und seiner Gattin, die den Ablauf dieser Reise so vorbildlich geplant und vorbereitet haben.

Ein herzliches Dankeschön aber auch an unseren Busfahrer Hubert, der uns immer sicher, umsichtig, sehr gefühlvoll fahrend und vor allem in bester Laune durch diese fünf Tage gelenkt hat. Bei der Verladung der Rollstuhl- und Scooterfahrer in den Autobus half auch fast immer Manfred mit. Beide haben wie ein zusammen gespieltes Team gearbeitet.

Diese Kulturreise in die Schweiz wird sicher allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben.

Die Teilnehmer an den Kulturtagen 2016
4. - 10. September 2016: Aktivsportwoche Herbst

(Ein Bericht von Ing. Rene Schwarz)

Der Verband war wieder zu Gast mit seiner bereits sehr etablierten Sportwoche im BSFZ Obertraun. Vom 4. bis 10. September waren die 15 Sportlerinnen und Sportler incl. Trainerstab bei „noch“ trockenem Wetter angereist. Aber wie das Obertrauner Wetter so spielt, begann es bereits nach dem gemeinsamen Abendessen bereits zu regnen. Der Verband bot als Sportgruppe wieder Tischtennis, Allgemeine Sportgruppe und Bogensport an. Diese Sektion erfreut sich immer mehr Beliebtheit, waren doch heuer schon stets 6 Schützen bei dem Training und auch 4 Interessierte, hatten die Möglichkeit, es zu probieren.  

Die beiden Tischtennistrainer Salvatore Smarrazzo und Stefan Hoffmann, Josef Laposa für die medizinische/Pflegerische Versorgung, die für 2 Tage angereisten Bogensporttrainer Angelika Brunner und Rene Schwarz sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Trainingseinheiten und konnten ihr Wissen sehr gut an die Sportler weitergeben.

 

Nach 2 tägigem Dauerregen erblickten unsere Augen am Mittwoch dann doch noch die ersehnte Sonne. Sie blieb bis Samstag und gewährte uns bei 25-30 Grad den einen oder anderen Sonnenbrand.  

Auch die alltägliche gemeinsame Morgengymnastik stand wieder am Programm. Verschiedene Dehn/Schwimm/Fahr und Geschicklichkeitsübungen gepaart mit kleinen Spielchen trugen zum „Erwachen“ bei.

   

 

Die Tischtennisgruppe konnte viel erlernen, auch die beiden „neuen“ Alfred und Gerhard konnten sich gut in die Gruppe integrieren. Übungen, Trainingskontrollen und der „Tisch-Roboter“ standen am täglichen Trainingsplan.

Am Ende der Woche wurde wieder das „VQÖ-Obertraun-Open" ausgetragen, bei dem im Einzel Burkhard Engensteiner gewann. Das Doppel nahm einen kuriosen Ausgang: 4 Teams und 3 mit gleicher Anzahl an Siegen und gleichem Satzverhältnis, also 3 Sieger.

   

 

Am Mittwoch “wanderten” ein Großteil der gruppe zum Hallstättersee, wo bei Café, Kuchen und Eis ein gemütliches Beisammensitzen an der idyllischen See-Terrasse bezahlt wurde.

Nach den Trainings Einheiten wurde auch dem gesellschaftlichen etwas abgewonnen: Stocksport für jedermann. Je nach körperlicher Verfassung wurde die Schiesslinie vor verlegt um eine Fairness zu garantieren.

 

Leider reisten dieses Mal erneut mehr als 50% der Sportler bereits am Freitag ab, was zu einem Umdenken im Angebot führen wird.

Die Anwesenden feierten noch ihre Siege bzw. hatten noch einigen Spaß bei der gemütlichen Freitagsabschiedsrunde und reisten dann Samstagmorgen K.O. aber zufrieden nach Hause.

Ein großer Dank gilt der Fa. Coloplast, die uns wieder finanziell unterstützte. Ohne diese Gönner und Förderer könnte das Angebot seitens des VQÖ nicht so großartig und umfassend sein.

Vorschau Frühjahr:
voraussichtlicher Termin: 21.-27.Mai 2017, Tischtennis, Bogensport, eventuell Tennis, eventuell Teamsportarten könnten angeboten werden

 


Uns so sah unser Mitglied Gerhard Wöss diese Sportwoche in Obertraun

(die schwere Entscheidung zwischen vier Sportarten)

1. Gruppe: Bogenschießen
2. Gruppe: Tischtennis
3. Gruppe: Tischtennis oder Bogenschießen
4. Gruppe: ladinisch Watten

Das Wichtigste an Obertraun ist für mich die Gymnastikzeit. Endlich wird der Körper auf verschiedenste Weise gefordert. Bewegungen, die ich zuhause nie gemacht habe und, so fürchte ich, in Kürze wieder nicht machen werde, obwohl sie gut täten.

Das Futter ist beeindruckend. Die Kameradschaft gut. (Selbst das Schnarchen wird freundlich bekämpft.)

Die Bogenschützen, alles abgehärtete Typen. trotzten jedem Wetter, während die Tischtennisspieler selbst bei schönstem Wetter in der Halle blieben. Wahrscheinlich haben sie keine Outdoorbälle.

Der sportliche Ehrgeiz, der einige Wenige plagt. tut den Übrigen nicht weh. Locker und nett werden die Trainingseinheiten abgewickelt, Und die Emotionen kommen nur in der vierten Gruppe so richtig zum Vorschein.

Diese Woche war ein guter Grund zum Wiederkommen.

6. - 27. Juni 2016: Rehabaufenthalt Rovinj

(von Magdalena Kuess)

Entschleunigung - das ist jenes Wort, mit dem sich Rovinj wohl am besten beschreiben lässt. Die 2 Wochen, die ich hier verbracht habe, werde ich wohl nie vergessen!

Nicht nur das Essen in Bolnica, die fantastische Insel und die reizende Altstadt haben mich restlos begeistert - auch die lustigen Abende und besinnlichen Momente würde ich niemals missen wollen.

Ich war hier als Begleitperson, und gleich am ersten Abend nach unserer Ankunft musste ich unbedingt noch einen schnellen Sprung ins Meer machen - die Wellen waren einfach zu verlockend!

Das Meer in Rovinj ist, im Gegensatz zum Nordatlantik beispielsweise, sehr ruhig und auch von der Temperatur her angenehm - nicht zu kalt, aber trotzdem erfrischend an heißeren Tagen.

Die Teilnhehmer im Jahr 2016

Am Strand (es gibt sowohl Sand- als auch teilweise Steinstrand) kann man zwar leider kaum Muscheln finden, dafür aber viele Schnecken und im Meer auch öfters Fische - an guten Tagen schwimmen diese bis in die Mole von Bolnica! Früher waren es laut Erzählungen mehr Fische, die wohl dieses Jahr nicht mehr gekommen sind, weil der Meeresboden in der Zwischenzeit von Algen und jeglichen Gewächsen befreit wurde. Die meisten Gäste allerdings schienen darüber sehr froh zu sein, so auch ich - das Schwimmerlebnis wird doch um einiges angenehmer, wenn man nicht durch meterlange Teppiche von schleimigen Meerespflanzen waten muss.

Am nächsten Morgen nach meinem Sprung ins kalte Wasser habe ich erstmals bemerkt, welches Gefühl meine nächsten Tage prägen sollte: Heißhunger! Das Meer, die salzgeschwängerte Luft, die angenehmen Temperaturen und vor allem auch das fantastische Essen in Bolnica haben meine Laune in ungeahnte Höhen katapultiert.

Speisesaalchefin Gordana liest einem außerdem jeden Wunsch von den Augen ab, und das gesamte Küchen-, Putz- sowie Therapiepersonal strahlt eine große Herzenswärme und Hilfsbereitschaft aus.

Jeden Morgen nach dem Frühstück begaben sich die Mitglieder unseres Kurses zur Atemgymnastik (oder "Schnaufen", wie sie hier üblicherweise genannt wird), welche je nach Wetterlage im kühlen Schatten am Beginn des Inselrundwegs oder am Hubschrauberlandeplatz stattfand.

Was mich besonders gefreut hat, war die Abwechslung der Übungsausführenden: so haben sich gleich mehrere andere Teilnehmer an die Führung der Morgengymnastik getraut.

Worauf ich jedoch danach immer am meisten hingefiebert habe, waren die Geschichten über die unterschiedlichsten historischen, kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Ereignisse. Jeden Morgen nach dem Schnaufen erzählte Manfred, der Leiter der alljährlichen Rovinj-Aufenthalte, kurze, aber trotzdem sehr tiefgreifende und detaillierte Geschichten über aktuell oder allgemein relevante Themen unterschiedlichster Art.

Meine persönliche "Challenge", die mein Leben und vor allem auch meinen Urlaub geprägt hat: Jeder Tag soll, egal was passiert, ein guter und glücklicher Tag sein.

Das Ziel ist es, immer an alles positiv heranzugehen und wenn es noch so klein ist. Selbst wenn es der fürchterlichste Tag sein sollte, den man sich vorstellen könnte - man hat einen Sonnenbrand, sodass sich die Haut ablöst, das Lieblingsbuch wurde Zuhause vergessen oder man hat sich einen Stein eingetreten und der Fuß tut tagelang weh.

Diese Tage waren hier für mich aber trotzdem gute und glückliche Tage - zum Beispiel, weil der Kuchen zum Mittagessen lecker war, oder weil in der Stadt eine Band gespielt hat, weil man ein Kompliment bekommen oder gegeben hat, das Bad frisch geputzt wurde, man ins Grüne gegangen ist, Krabben bei der Nahrungsaufnahme beobachtet hat oder man ganz einfach nur am Abend am Meer saß und, ganz kitschig, den Sonnenuntergang beobachtet hat.

Ich habe allerdings eine Sache in meinem bisherigen kurzen Leben gelernt: Am glücklichsten wird man, wenn man gibt, und vor allem hier habe ich das wieder ganz deutlich gesehen. Bolnica ist wie ein kleines Dorf, in dem jeder jedem hilft, man voneinander lernt, man das Gegenüber nicht verurteilt oder sich abschätzig verhält, man einfach gemütlich ein paar Bierchen zwitschert und ungezwungen plaudert, Neuigkeiten austauscht oder komplett stressfrei zusammen singt und Ausfahrten unternimmt.

Letzteres war zum Beispiel der Fall beim Abschiedsessen, einer Tradition möchte ich fast sagen, wo munter geplaudert, gespeist und gesungen wurde, um 20 Jahre Rovinj (!) zu zelebrieren.

Auch ein schönes und mit Musik verbundenes Erlebnis: der Ausflug zu Agroturizam Tikel, einem netten Heurigen mitten auf einem der sattgrünen Hügel Istriens, mit Ausblick auf umliegende, auf Anhöhen gelegenen Städte, die architektonisch angeblich ebenfalls einiges zu bieten haben. Auf der Fahrt dorthin, die leider nicht so viele Teilnehmer auf sich genommen haben wie ursprünglich angekündigt, gab es auch gleich noch eine Panne: Manfreds Reifen platzte und wir mussten spontan dessen Mitfahrer auf die anderen Autos aufteilen.

Gott sei Dank haben wir es aber Dank des Wirten, der Manfred an der Unfallstelle abholte, schließlich doch noch alle heil nach oben zum Heurigen geschafft.

Umliegend um Rovinj lassen auch noch einige andere Besonderheiten das Herz des abenteuerlustigen Reisenden höher schlagen: wunderschöne Ausgrabungsstätten inmitten von Weingärten, Architektur aus der Kaiserzeit und älter (auch Bolnica gehört zu den kaiserzeitlichen Gebäuden); italienisches Flair in der Innenstadt (da Rovinj ja zu Istrien gehört); und (Geheimtipp!) einer der besten Eisläden, die ich kenne: B052 in Rovinj, gut mit dem Auto erreichbar, wenn man von oben herum fährt; gleich am Ende der Einkaufsstraße Rovinjs, durch die man unbedingt einmal gebummelt haben sollte.

In der Vorsaison findet man in der Altstadt noch nicht so viele Touristen, immer wieder Straßenmusik, Salsa-Events, sprühende Energie und Leben, die diese Stadt so einzigartig machen. Was mich persönlich sehr gereizt hat: die wunderschön eingerichteten Süßigkeiten-Läden! Hier gab es alles was das Herz begehrt, in gigantischen Mengen und natürlich maßlos überteuert. Trotzdem konnte ich meine Finger nicht davon lassen...

Was ich in Bolnica außerdem herausgefunden habe: das Wetter ist fast immer das allgemeine Lieblingsthema. Ich glaube, ich werde jetzt, nachdem ich heimgekommen bin, 2 Wochen nicht mehr über das Wetter reden wollen!

Trotzdem möchte ich unbedingt noch einmal gesagt haben: Rovinj wäre nicht dasselbe ohne die ganzen lieben Menschen aus dem Verband - das haben wir vor allem dann gemerkt, als fast alle Leute des Rollstuhlverbands einen Tag vor uns nach Hause fuhren. Auf einmal war alles leer und nur noch halb so schön!

Deswegen möchte ich mich bei euch allen bedanken, die ihr Rovinj 2016 einzigartig gemacht habt und mich, obwohl ich die "Neue" und absolut Jüngste war, so selbstverständlich aufgenommen habt!

Einige Fotos als Erinnerung an drei Wochen Rehab-Aufenthalt

Panorama von Rovinj

Geselliges Beisammensein

Spaziergang in der Altstadt

Über diese Rutsche geht's ins Meer


(Bereits während des Rehab-Aufenthalts gab es einen Zwischenbericht von Manfred Schweizer)

Zum 20. Mal findet der Rehab-Kurs des VQÖ in Rovinj statt.

Bei wechselhaftem Wetter - tosendem Meeresrauschen, aber auch herrlichem Sonnenschein - beginnen unsere Therapien bereits um 08:30 Uhr mit der Atemgymnastik. Alle Anwesenden nehmen daran teil!

Die vom Arzt verordneten Therapien werden von den Teilnehmern in Anspruch genommen.

Die Geselligkeit der Teilnehmer ist hoch angesiedelt.

Kulinarik und Spass stehen wie jedes Jahr im Vordergrund.

Zum 1. Mal gab es heuer eine Bootsfahrt unter dem Titel "Delphin-Show" bei untergehender Sonne und leichter Brise. Die Tiere haben brav mitgespielt und zeigten sich von bester Seite.

... am Morgen: die tägliche Atemgymnastik ...

  

... einige Teilnehmer des heurigen Rehab-Kurses ...

  

... bereitmachen zur Schifffahrt ...

  

... wir konnten einige Delphine beobachten ...

  

16. - 20. Mai 2016: Sportwoche Frühjahr

(von Ing. Rene Schwarz)

Auch heuer war es zu Pfingsten wieder soweit. Der Verband der Querschnittgelähmten Österreichs lud zum alljährlichen Treffen zu der Sportwoche im BSFZ Obertraun ein. Vom 16. bis zum 20. Mai 2016 fanden sich 24 Personen, unter der Leitung von Ing. Rene Schwarz, in der malerischen Bergwelt des BSFZ Obertraun ein. Den Teilnehmern bot sich erneut die Möglichkeit, in den Sportarten Tischtennis, Rollstuhlrugby und neu ins Programm aufgenommen Bogensport ihre körperliche Ertüchtigung zu genießen.

Die beiden Tischtennistrainer Salvatore Smarazzo und Stefan Hoffmann, die Rugbytrainer Isudin Ramic mit den beiden Betreuern Janine Wieser und Norbert Matschegg, sowie die für zwei Tage angereisten Bogensporttrainer Angelika Brunner und Alexander Damberger sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Trainingseinheiten und konnten ihr Wissen sehr gut an die Sportler weitergeben.

Neu war auch die Verpflichtung eines Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegers Josef Laposa, der doch 5-6 mal die Woche ausrücken musste, um kleinere Hilfestellungen im medizinischen Bereich zu geben.

Wettertechnisch war es dieses Frühjahr nicht so übel. Bis auf Donnerstagnachmittag, wo es wie aus Kübeln schüttete, war es den Bogensportlern beinahe immer möglich, im Freien zu trainieren. Die Sonne ließ sich aber leider nur einen Tag lang blicken.

An der täglichen gemeinsamen Morgengymnastik wurde neben der sportlichen Aktivität auch durch eine gute Übung von Markus Stroblmair, wieder am Zusammengehörigkeitsgefühl und am Team-Building gearbeitet.

Nach intensiven Trainingstagen reiste die Rugby-Gruppe Freitagmittags nach Horn, wo für das Wochenende die Rugby Staatsmeisterschaft angesagt war. Die Tischtennisgruppe absolvierte ihr übliches Turnier im Einzel und Doppel und die Bogentruppe „schoss“ sich in einem Schiess-Spiel den Erfolg der Woche.

Mit der Freitagabendlichen Siegerehrung und dem gemütlichen Beisammensein in der Sportkantine, verabschiedeten sich die Sportler dann Samstagmorgen und begaben sich auf die Heimreise.

 Vorschau Herbstangebot: Rugby, Tischtennis, Bogensport und erneut Tennis werden angeboten
13. und 14. Mai 2016: Albert Wöhrer-Gedächtnisturner

(von Mag. Michael Wöhrer)

Der Siegerpokal - Albert Wöhrer gewidmet

In Stainz, in der Stammanlage des 1. Steirischen Rollstuhltennisclub wurde zum 17. Mal das Senioren-Rollstuhltennisturnier durchgeführt. Seit dem letzten Jahr ist die Veranstaltung auch ein Gedenkturnier an den langjährigen Präsidenten des VQÖ, meinem Vater Albert Wöhrer.

10 Herren und eine Dame, alle über 40 Jahre alt, spielten sich im Einzel und im Doppel die Platzierungen aus. Damit im Doppel alle teilnehmen konnten, habe ich zusammen mit Hauser Hans im Rollstuhl mitgespielt. Wir mussten uns aber bereits in der 1. Runde den Finalisten geschlagen geben.

Der Vorjahressieger im Einzel Pfundner Harald konnte seinen Titel nicht verteidigen, da er bei einem internationalen Turnier im Einsatz war. Der große Gewinner von heuer sowohl im Einzel als auch im Doppel war Kleckner Dan. Damit konnte er ein Preisgeld von 150 € mit nach Hause nehmen. Den Rest von den knapp 900 € wurde auf die übrigen Teilnehmer gerecht aufgeteilt. Den schönen Wanderpokal aus Glas, der zum Gedenken an Albert vom Verband gespendet wurde, geht nach drei Siegen eines Teilnehmers in dessen Besitz über.

8. Mai 2016: Wings For Life World Run

(von Fritz Gardavsky)

Am 8. Mai 2016 fand der "Wing For Life"-World Run zum dritten Mal statt.

Dabei laufen weltweit wie über 130.000 Menschen zur gleichen Zeit los, Startzeit in Wien war 13:00 Uhr. Damit ergibt sich beispielsweise für Dubai eine Startzeit von 15:00 Uhr - und das bei Temperaturen von 40 Grad und mehr. Oder Startzeit in Lima, Peru: 6:00 Uhr morgens. Tokio: Startzeit 20:00 Uhr abends.

Einige beeindruckende Zahlen:

  • 34 Startplätze in 33 Ländern auf allen Kontinenten in 12 Zeitzonen
  • Temperaturen zur Startzeit zwischen 10 Grad, bis auf mehr als 40 Grad
  • Teilnehmer 2016: 130.732 Menschen aus 203 Nationen, nach einer Dreiviertelstunde waren noch etwas weniger als 100.000 Teilnehmer im Rennen
  • Österreich: 13.760 Teilnehmer, Start bei klarem Himmel, Temperatur 18 Grad
  • Bei der vorjährigen Veranstaltung wurden etwa 28 Tonnen Bananen verzehrt und 140.000 Liter getrunken.
  • 2015 insgesamt gelaufene Kilometer: 1.059.529 km – 107.430 davon allein in Österreich. Das entspricht in etwa zweieinhalb Trips zum Mond und zurück...
  • 2015 waren alle Teilnehmer gemeinsam 225.563 Stunden unterwegs, das entspricht mehr als 25 Jahren
Start in Wien um 13:00 Uhr

Motto: "Wir laufen für die, die es nicht können". Beim Wings for Life World Run handelt es sich um ein von einer Privatstiftung für Rückenmarkforschung organisiertes globales Event. Zeitgleich, also unabhängig davon, ob dort gerade Tag oder Nacht ist, werden in 33 Ländern mehr als 130.000 Teilnehmer für den guten Zweck laufen. In Österreich sind unter anderem prominente Teilnehmer wie Marcel Hirscher (schaffte ca. 23 Kilometer), Thomas Morgenstern, Andreas Goldberger (lief mit etwa 42 Kilometern die Distanz eines Marathonlaufes) und Ex-Miss-Austria Patricia Kaiser dabei. Die bekanntesten Rollstuhlfahrer in Österreich: Kira Grünberg bzw. Lukas Müller, beide werden aufgrund ihrer noch nicht abgeschlossenen .Rehabilitation geschoben.

Rollstuhlfahrer und Läufer starten gemeinsam in ein und dasselbe Rennen. Anita Gerhardter, Geschäftsführererin der Wings For Life Stiftung: "Natürlich hätten wir das Rennen auch gerne für Rennrollstühle und Hand-Bikes geöffnet. Leider sind diese für das Rennformat aber zu schnell. Aus Sicherheitsgründen sind daher nur Alltagsrollstühle zugelassen."

Alle Teilnehmer weltweit - egal ob Läufer oder Rollstuhlfahrer - starten zur gleichen Zeit. 30 Minuten später starten die Catcher Cars, zuerst langsam, dann immer schneller und holen damit nach und nach alle Teilnehmer ein. Das Rennen ist vorbei, sobald ein Teilnehmer vom Catcher Car eingeholt wird. Österreich Catcher Car-Fahrer ist der Rollstuhlbenützer Reini Sampl, er befindet sich damit in einem prominenten Kreis. Prominente (Ex-) Formel 1 als Catcher Car Lenker: David Coulhardt für Großbritannien, Max Verstappen für die Niederlande, Carlos Sainz für Spanien. Alle Catcher Cars starten mit einem Hupkonzert.

Die Gewinner:

  • Der Italiener Giorgio Calcaterra überbot mit 88,44 Kilometer die bisherige Bestmarke von Ketema (79,9 km) um großartige zehn Prozent.
  • Die Japanerin Kaori Yoshida in Takashima schaffte mit 65,7 km die weltweite Bestmarke unter allen Frauen.

Einige Ergebnisse von Rollstuhlfahrern (unvollständig)

Kira Grünberg
8,64 km

Lukas Müller
10,48 km

Julia Macchietto
17,47 km

Margrit Fink
18,22 km

24. - 30. April 2016: Rollstuhltenniscamp in Faak

(von Mag. Michael Wöhrer)

überraschender Wintereinbruch im Mai

Beim diesjährigen Rollstuhltenniscamp in Faak am See des VQÖ war aufgrund des Wintereinbruchs Improvisation gefragt!

Das Camp startete am Sonntag mit dem Abendessen und einer Begrüßung. Die Temperaturen waren am Morgen knapp über 0°.

Die ersten beiden Tage konnten wir am Vormittag trainieren und am Nachmittag neben dem Training einen Teambewerb bestreiten. Am 3. Tag gab es ca. 20 cm Neuschnee. Aus diesem Grund führten wir am Vormittag in der Turnhalle ein Racketlon-Turnier durch. Am Nachmittag fuhren wir in eine Tennishalle nach Villach. Die Rückreise endete in einem Schneechaos. Am Donnerstag schneite es noch weiter und wir veranstalteten im Rahmen des Teambwerbes in der Turnhalle einen Geschicklichkeitsbewerb. Der Nachmittag war frei.

Nachdem die Tennisplätze von den Hausarbeitern vom Schnee geräumt wurden konnten wir am Freitag den Tennisbewerb abschließen und auf den übrigen Plätzen trainieren. An 2 Nachmittagen hatten wir mit Strassnig Martin, ein 14-jähriges Talent und Pellosch Herwig, zwei Sparringpartner aus Kärnten.

Beim Abschlussabend gab es eine Siegerehrung. Im Gesamten gesehen war es eine abwechslungsreiche, abenteuerliche aber auch sehr schöne Woche.

27. - 29. April 2016: Fachmesse integra in Wels

(von Manfred Schweizer)

Unser Verband ist bei der integra vertreten, daher war mir ein Besuch ein Anliegen.

Schon beim Betreten der Halle bekam ich einen sehr geordneten Eindruck.

Die erste vertraute Begegnung am Weg zu unserem Stand erfolgte mit Mitarbeitern der AUVA – ein kurzer und interessanter Gedankenaustausch mit Herrn Mag. Franz Preßlmayer.

Und solche Begegnungen charakterisierten den ganzen Tag! Unglaublich viele Verbandsmitglieder waren da.

Josef Krapfenbauer aus dem Waldviertel, das Ehepaar Resch aus Leutschach oder Georg Leitinger aus Tirol seien neben vielen anderen erwähnt, da sie einen sehr weiten Anfahrtsweg hatten.

Auch war es nett, mit dem Chef der Fa. Pruckner, Thomas, zu plaudern, der vor ca. 35 Jahren mit meinen Kids beim wöchentlichen Versehrtenturnen gespielt hatte, oder mit Frau Eva Baumgartner vom Lo Fric Team, unserem Hauptsponsor.

Natürlich luden die Kojen der einzelnen Aussteller zu einem Besuch ein, da die Neuerungen auf den verschiedenen Gebieten die Fahrt nach Wels absolut wert war. Der Tag von 09:00 bis 17:00 wurde zu kurz!

Der ORF berichtete in der Sendung "heute konkret" am 27. April 2016 über diese Fachmesse. Der Beitrag kann auf "YouTube" angesehen werden

Der Stand des VQÖ bei der integra mit Edeltraud Igel, Manfred und Maria Schweizer
17. März 2016: Rolli-Racketlon

 

Coloplast Rolli-Racketlon in der Rehabilitationsklinik Tobelbad!

(von Mag. Michael Wöhrer)

Am 17. März 2016 fand das 4. Coloplast-Racketlon Turnier in der Rehabilitationsklinik Tobelbad statt.

Voraussetzungen zur Teilnahme am Rolli-Racketlon sind einfach: Freude an der Bewegung, Freude am Sport und Freude am Austausch mit anderen Rollifahrern. Dieser Motivation folgten insgesamt 20 Teilnehmer.

 

Einen Nachmittag lang erfreuten sich die Teilnehmer in einer speziellen Kombination an den Sportarten Tischtennis, Badminton und Tennis teilzunehmen. Sieger dieses Bewerbes wurde das Team M. Fink/D. Kleckner. Sie konnten in den 4 Durchgängen die insgesamt höchste Punkteanzahl erreichen und sicherten sich mit einem Vorsprung von 276 Punkten Platz 1 vor dem Team A. Kalinic/J. Kreisler. Den 3. Platz belegte das Team F. Kressmaier/M. Wagner. 

Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Personal der Rehabilitationsklinik Tobelbad sowie den freiwilligen Helfern, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.

 

Das Ziel des Bewerbes „Coloplast Rolli-Racketlon“ ist es miteinander zu spielen. Der Coloplast Rolli-Racketlon ist ein Teambewerb. Die Teams bestehen aus 2 Personen (Rollifahrer; Tetraplegiker spielen zusammen mit einem „Geher“) und bestreiten nacheinander die Sportarten Tischtennis, Badminton und Tennis in einem Alltagsrollstuhl im Kleinfeld in der Halle. In Spieleinheiten von jeweils 3-4 Minuten pro Sportart ist es das Ziel den Ball so oft wie möglich über das Netz zu spielen. Am Ende eines Durchgangs (Tischtennis, Badminton und Tennis) werden die Punkte zusammengezählt.

 

20. - 24. Jänner 2016: Monoschikurs für Anfänger und Fortgeschrittene

(von Roman Kopp)

Bitte warten hieß es vor Beginn des Anfänger-und Fortgeschrittenenkurses im Jänner. Worauf? Auf Schnee!

Die milden Temperaturen und der Schneemangel am Stoderzinken bewegten das zum Teil neue Betreuerteam dazu, ein passendes Ersatzskigebiet zu suchen. Frau Holle und Väterchen Frost hatten jedoch gute Laune und brachten uns 7 Tage vor Kursbeginn genügend Schnee, sodass der Kurs in unserem Stammskigebiet durchgeführt werden konnte. Liftbetreiber Michi Kornberger und sein Team stellten innerhalb kürzester Zeit die schönsten Naturschneepisten am Stoderzinken her.

... zwischendurch wurden Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht ...

Nachdem die Monoskigeräte am Vorabend im rollstuhlgerechten Hotel Reisslerhof angepasst wurden, fuhr unser kleiner Tross nach einer Schneekettenauflege-Chellange die tief verschneite Alpenstraße entlang zum Skigebiet. Oben am Parkplatz des Steinerhauses angekommen, konnten die 4 Anfänger und ein Wiedereinsteiger nach einfachen Tipps des Betreuerteams den Transfer in das Sportgerät durchführen. Nach spielerischen Aufwärmübungen und Übungen auf der Piste waren schon nach kurzer Zeit die ersten Erfolge der angehenden Skisportler zu verbuchen. Am Tag 2 musste leider ein Teilnehmer und seine Gattin, die das Kettenauflegen in rekordverdächtigen geschätzten 8 Minuten gewonnen hatte, krankheitsbedingt abreisen. Anhand der abendlichen Videoanalyse konnten sich die Sportler ein Bild von ihren Fahrten machen, das Erlernte am 3. und 4. Skitag verfeinern und die Tipps des Betreuerteams gut umsetzen. An allen Skitagen pausierten wir im Steinerhaus sowie in der rollstuhlgerechten Rosemialm. Unfall- und verletzungsfrei konnte der Skikurs mit erschöpften aber zufriedenen Beteiligten positiv abgeschlossen werden.

Bilder und Informationen sind auf www.monoschi-ost.jimdo.com zu finden.

Hier noch einige Eindrücke von den Teilnehmern des 1. Kursteiles
Der Kurs hat mir gut gefallen! Hab wichtige Tipps von euch bekommen und wieder Spaß am Skifahren gefunden
Das Monoskifahren geht ja leichter als ich es mir vorgestellt habe
War echt gut organisiert, der Kurs hat mir sehr viel Spaß gemacht
Schade das ich krank wurde - bin beim nächsten Kurs wieder dabei
Aufgrund meiner Lähmungshöhe Th 4 ist es zwar nicht einfach, Monoskifahren zu erlernen bin aber nächstes Jahr beim Anfängerkurs wieder dabei

 

Hilfe beim Aufrichten

Tiefschneemessung

Transfer Rollstuhl - Monoschi

Als Organisator des Kurses bedanke ich mich beim Betreuerteam, das in allen Bereichen schwerste Arbeit geleistet hat. Dem VQÖ danke ich, ohne finanzielle Unterstützung ist dieser Monoskikurs nicht durchführbar. Hotel Reisslerhof, Rosemialm und Steinerhaus -Vielen Dank, dass ihr uns jedes Jahr so herzlich aufnehmt. Und zu guter Letzt bedanke ich mich noch bei den Vorreitern und Kursgründern Herfried Eisler und Wolfgang Lex. Durch eure Vorarbeit und eurem Ideenreichtum der letzten Jahre viel es mir sehr leicht in die 29. VQÖ-Monoskikurssaison zu starten. Vielen Dank!

SKI HEIL

19. Dezember 2015: Rollstuhltennis-Mixedturnier im Tenniscenter Stainz

(von Mag. Michael Wöhrer)

Bereits zum 21. Mal führte der 1. Steirische Rollstuhltennisclub ein Doppelturnier mit gehenden Spielern durch. Spielort war am 19. Dezember das Tenniscenter in Stainz. Das letzte Wochenende vor Weihnachten ist der ideale Zeitpunkt, um das Turnier mit einer Weihnachtsfeier zu verbinden.

Diesmal nahmen 8 Paarungen teil. Auf 3 Plätzen wurde die Vorrunde in 2 Gruppen gespielt. Die Platzierten der Gruppen spielten in den Finalspielen gegeneinander. Zum dritten Mal in Serie hießen die Sieger Harald Pfundner und Mario Posch. Bei der anschließenden Siegerehrung schloss der Obmann Mag. Michael Wöhrer Resümee über das abgeschlossene Jahr. Die Preise überreichte Anita Stroisnik Vertreterin der Fa. Ortho Aktiv, unseres Sponsors. Nach dem Essen, zu dem die Teilnehmer und Gäste eingeladen waren, wurden bei hausgemachten Keksen gemütlich gefeiert.

Ergebnisse:

  1. Harald Pfundner / Mario Posch
  2. Willi Gröblacher / Irmi Hochenberger
  3. Peter Tackner / Wolfgang Reisenhofer
  4. Eduard Neubauer / Thomas
  5. Helmuth Kickel / Rudi Hochenberger
  6. Dagmar Konrad / Michi Wöhrer
  7. Wolfi Fritz / Günter Sirowatka
  8. Andrea Schlögl / Christian Schlögl
11. Dezember 2015: Traditioneller Empfang bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

Es entspricht einer langjährigen Tradition, dass der Bundespräsident vor Weihnachten behinderte Menschen zu einem Empfang in der Hofburg einlädt. Diese Veranstaltung fand am 11. Dezember 2015 statt. Unser Verband war durch die Mitglieder Martha und Ernst Preisinger, Richard Schaefer und Manfred Stürzlinger vertreten.

Weihnachtsfeier bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg

(Text: Martha und Ernst Preisinger, Fotos: Präsidentschaftskanzlei)

Jedes Jahr vor Weihnachten lädt der Bundespräsident Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Behinderung, die Mitglieder bei den verschiedenen österreichischen Behindertenorganisationen sind, zu einer Weihnachtsfeier in die Hofburg ein. Als Mitglieder des Verbandes der Querschnittgelähmten Österreichs hatten wir heuer das Glück, mit dabei sein zu dürfen.

Wir nutzten die Fahrt nach Wien dazu, am Vormittag die Ausstellung „Goldene Zeiten“ in der Österreichischen Nationalbibliothek sowie die Kaiserliche Schatzkammer Wien zu besichtigen.

Da sich Maria und Manfred Schweizer zufällig in Wien aufhielten, trafen wir uns im Café Hofburg zu einem Plauderstündchen, bevor wir zur Feier in der Hofburg aufbrachen.

Bundespräsident Dr. Fischer begrüßt die geladenen Gäste.

Otto Schenk liest Weihnachtsgeschichten

Die Wiener Sängerknaben singen einige traditionelle Weihnachtslieder

Zu Beginn der Weihnachtsfeier im prachtvollen Zeremoniensaal der Hofburg begrüßte der Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in einer launigen Rede alle Gäste sowie die Ehrengäste, darunter seine Frau Margit, Minister Rudolf Hundstorfer, Ministerin Dr. Sophie Karmasin, Caritasdirektor Dr. Michael Landau, emeritierter Weihbischof Dr. Helmut Krätzl und Behindertenanwalt Dr. Erwin Buchinger, um nur einige zu nennen. Als besondere Überraschung war Otto Schenk eingeladen, der drei lustige Weihnachtsgeschichten in seiner unübertrefflichen Art zum Besten gab. Er wurde natürlich mit großem Applaus bedacht. Die Eleven der Wiener Sängerknaben sangen einige traditionelle Weihnachtslieder. Zwischendurch spielte das Bläsersextett der Gardemusik des Bundesheeres.

Nach der stimmungsvollen Feier im schönen Festsaal begaben sich der Bundespräsident sowie seine Frau Margit Fischer zu den einzelnen Tischen und begrüßten die Gäste mit Handschlag und plauderten ganz zwanglos mit ihnen. Die dabei gemachten Fotos sind auf der Homepage des Bundespräsidenten zu sehen.

Für das leibliche Wohl gab es köstliche Kekse von der Konditorei Demel sowie Kaffee und Getränke.

Martha und Ernst Preisinger

Richard Schaefer

Manfred Stürzlinger

Vor und nach der Weihnachtsfeier hatten die Besucher die Gelegenheit, die Räumlichkeiten der Hofburg, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, zu besichtigen. Wir hatten das Glück, dass uns ein Aufseher durch die eindrucksvollen Räumlichkeiten begleitete und uns dabei viele Informationen vermittelte. Wir waren beeindruckt vom Spiegelsaal, vom Pietra-Dura-Zimmer mit Bildern aus geschnittenen farbigen Halbedelsteinen und vom Miniaturenkabinett, dem einstigen Arbeitszimmer Maria Theresias. Der Bedienstete zeigte uns auch den verborgenen Altar hinter einer Wandvertäfelung. Das Maria-Theresien-Zimmer dient dem Bundespräsidenten als Empfangsraum für Staatsbesuche und Regierungsangelobungen. Nähere Informationen über die Räumlichkeiten findet man ebenfalls auf der Homepage des Bundespräsidenten.

Nach Gesprächen mit einigen Bekannten aus Oberösterreich, die ebenfalls bei der Weihnachtsfeier eingeladen waren, beendeten wir den interessanten Tag in Wien und traten die Heimreise nach Linz an.

21. November 2015: 24. Seniorentischtennisturnier im RK-Tobelbad

(von Manfred Schweizer)

Zum ersten Mal war es meine Aufgabe, in Tobelbad die Eröffnung und die Siegerehrung für dieses Turnier durchzuführen - eine Aufgabe, die immer Albert Wöhrer wahrgenommen hatte.

Gleich vorweg: Ich habe die kompetente Vorbereitung und ausgezeichnete Durchführung des Turniers durch Franz Mandl sehr geschätzt. In einer guten Atmosphäre wurden zum Teil hochklassige Spiele geboten.

Immerhin sind vier der anwesenden Spieler innerhalb der TOP-10-Plätze der aktuellen Rangliste geführt.

Sieger im Einzel wurde unter 10 Teilnehmern Starl Peter vor Ivic Mile und Marath Kurt. Im Doppel setzte sich das sehr gut eingespielte steirische Paar Ivic/Marath durch, wobei es 5 Doppel gab und jedes gegen jedes spielte.

14. - 17. Oktober 2015: Rehacare in Düsseldorf

Die traditionsreiche Messe Rehacare wird von der Messe Düsseldorf GmbH durchgeführt.

Die internationale Fachmesse REHACARE 2015 in Düsseldorf war vier Tage lang lebendiger Treffpunkt von fast 39.000 Besuchern, die sich über Hilfen für ein selbstbestimmtes Leben mit Behinderung, bei Pflegedarf und im Alter informierten. 754 Aussteller aus 37 Ländern stellten Betroffenen, ihren Angehörigen und einem internationalen Fachpublikum ihre Neuheiten und Weiterentwicklungen rund um Rehabilitation und Pflege vor. Mehr als 100 Verbände und Organisationen aus Selbsthilfe und Sozialwirtschaft standen mit Beratungsleistungen zur Verfügung und diskutierten aktuelle behinderten- und gesundheitspolitische Fragen.

Die REHACARE präsentierte sich in diesem Jahr wieder turnusmäßig mit einem Angebotsspektrum, das mit dem des Jahres 2013 vergleichbar ist. Damals kamen 43.500 Besucher in die Düsseldorfer Messehallen.

Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: "In Sachen Internationalität hat das Angebot der REHACARE 2015 wie immer die Maßstäbe gesetzt. Die überwiegend mittelständischen Unternehmen aus allen Teilen der Welt konnten unsere Besucher mit innovativen Lösungen für nahezu jeden Lebensbereich und jede Behinderung überzeugen.“

Weitere Informationen gibt es unter www.rehacare.de

3. Oktober 2015: Generalversammlung in Linz

(von Schriftführer Heinz Gardavsky)

Ort: Hotel IBIS, Linz
Beginn: 14 Uhr
Anwesend: 38 Personen

Nach der Begrüßung durch den Obmann wird folgende Tagesordnung festgelegt:

Top 1 : Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Mag. Weinert vom Sozialministerium im Gespräch mit unserem Mitglied Karl Janesch-Voit

Gleich zu Beginn wird unseren verstorbenen Mitgliedern in einer Schweigeminute gedacht. Im vergangenen Jahr von uns gegangen sind neben anderen Albert Wöhrer und Heinz Schneider, Gernot Egger und Ingrid Dworschak, geb. Voboril erst kürzlich.

Nachdem die Beschlussfähigkeit festgestellt wird kann, zum zweiten Punkt übergegangen werden.

Top 2 : Genehmigung bzw. Änderung der Tagesordnung

Es liegen 4 Anträge von Dr. Johann Hinteregger und 13 von Anton Steiner vor, die zur Abstimmung gebracht werden sollen. Dr. Rainer Geissler verliest alles. Es wird beschlossen, darüber unter Punkt 9 zu diskutieren.

Die bestehende Tagesordnung wird dennoch beibehalten.

Top 3 : Ehrung langverdienter Vorstandsmitglieder

Mag. Wolfgang Glaser bei seiner Dankesrede

Geplant war Gernot Egger eine Auszeichnung des Landes Oberösterreich zu überreichen. Der Verband versucht eine posthume Ehrung zu erreichen.

Mag. Weinert vom Sozialministerium übergibt Mag. Wolfgang Glaser die ihm vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstmedaille der Republik Österreich. In einer Ansprache wird ein kurzer Lebenslauf mit allen Stationen und seine Verdienste den Anwesenden näher gebracht. Auch Wolfgang Glasers Zitat: „Wer das Mögliche erreichen will, muss das Unmögliche versuchen“ wird erwähnt.

Nach der Übergabe dankt Wolfgang Glaser allen, die ihm auf seinem Lebensweg unterstützt haben und sagt auch, dass jeder Mensch, ob behindert oder nicht, ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft ist. „Keine Behinderung ist gleich, aber jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse“, schließt er seine Rede. Wir freuen uns mit ihm und wünschen ihm auch noch alles Gut für seinen weiteren Lebensweg.

Hier gibt es die Dankesrede von Mag. Wolfgang Glaser zum Download.

Hier gibt es den Lebenslauf von Mag. Wolfgang Glaser zum Download.

Top 4 : Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung

Dem Antrag zur Nichtverlesung des Protokolls wird stattgegeben. Danach geht man übergangslos zu Punkt 5.

Top 5 : Bericht des Obmanns

  • 9 Sportveranstaltungen haben wir in den vergangenen Jahren jeweils abgewickelt.
  • Seit 1997 gibt es ohne Unterbrechung den Rehab-Aufenthalt in Rovinj – 2016 zum 20. Mal.
  • Seit 2002 gibt es ebenfalls jedes Jahr Kulturtage – heuer zum 1. Mal im Ausland (Nottwil, Schweiz).
  • 2014 wurde zu dem heißen Thema § 29 b StVO ein Arbeitskreis (Vorsitzender: Herbert Pichler) eingerichtet; ein Ergebnis, in welche Richtung auch immer, steht noch nicht fest. Bisher konnten noch keine wesentlichen Erfolge verzeichnet werden. Man versucht aber eine Lösung wie in Deutschland anzustreben
  • Mit unserem Hauptsponsor Dentsply besteht noch immer der Vertrag. Dentsply präsentiert sich bei der GV durch Roll-Up und Werbematerial.
  • Der VQÖ kann nach wie vor 2 Rollstuhlfahrer (plus Begleitperson) zum Empfang des Bundespräsidenten im Dezember bekanntgeben. Es melden sich: Martha und Ernst Preisinger, Richard Schaefer und Manfred Stürzlinger
  • Mit unserem Freiwilligen-Team gelingt es stets 4 Mal im Jahr, das Informationsblatt „Rollstuhl aktiv“ herauszugeben.
  • 2014 war das Büro in der Sahulkastrasse aufgrund eines Hauswasserschadens für ein halbes Jahr unbenutzbar – die Bauaufsicht war nervig. Für diese Zeit wird uns nachträglich keine Miete verrechnet. Fini Zhanial hat die Räumlichkeiten gesäubert und es kann wieder im Büro gearbeitet werden.
  • In der zurückliegenden Periode waren wir bei 5 Bundesvorstandssitzungen des ÖZIV vertreten.
  • Unser Mitglied Herbert Pichler wurde als Vizepräsident in die ÖAR gewählt.
  • Der nächste ESCIF-Kongress findet in Wien statt. Termin: 11. bis 13. Mai 2016.
  • Über den ÖAMTC konnte die Problematik eines Leihautos für einen Behinderten nach einem nicht verschuldeten Unfall abgeklärt werden. Laut ÖAMTC kann man bei unverschuldeten Unfällen Taxirechnungen für notwendige Fahrten bei der generischen Versicherung einreichen. Diese müssen auch bezahlt werden, wenn kein adäquater Wagen zur Verfügung gestellt werden konnte. Anfrage von Richard Schaefer: Gibt es beim ÖAMTC behindertengerechte (sprich umgebaute) Autos? Antwort: Nein! Anregung Richard Schaefer: Es sollte aber zumindest bei jeder Landesstelle eines für den Behinderten bereitstehen. Der Vorstand wird sich diesbezüglich bemühen.
  • Ein Brief an das KHM betreffend Probleme mit dem Lift und Verwendung des Euro-Schlüssels wurde geschrieben und eine Zusage zur Berücksichtigung im Zuge des Umbaus wurde gemacht.
  • Eine vernünftige Lösung bei nachfolgenden Parkplätzen konnte angeregt werden. (Spital Hollabrunn, Mödling und Maria Enzersdorf
  • In der Sonderausgabe von „Lofric aktuell“ waren 4 Seiten dem VQÖ gewidmet.
  • Spanische Hofreitschule: Rollstuhlfahrer wurde von einer Führung ausgeschlossen; Direktorin verspricht schriftlich, dass das nicht wieder vorkommen werde.
  • VCÖ hat den neuen Hauptbahnhof in Wien als den besten gewählt – schriftlich habe ich auf die nicht vorhandenen Hinweisschilder für die Rolli-WC’s verwiesen.
  • Der ÖAMTC hat mich zur Beratung betreffend Clubmitglieder mit Behinderung eingeladen – hier kann etwas sinnvolles Neues entstehen.
  • Das Ehepaar Janesch-Voit war bereit, die Abwicklung der Inserate zu übernehmen. Da dies für den Verband überlebenswichtig ist, bedankt sich unser Obmann für das Engagement von Karl und Rosemarie. Auch dem Kassier Fritz Gardavsky wird für seine Tätigkeit Respekt und Dank ausgesprochen.

Top 6: Kassabericht

Der Kassier berichtet über die sehr gut Zahlungsmoral. Bis Mitte September wurden bereits von ca. 88% unserer Mitglieder der Mitgliedsbeitrag für 2015 bezahlt. Für die Jahre 2013 und 2014 überwiesen jeweils mehr als 95% der Mitglieder ihren Beitrag.  Die Einnähmen durch Mitgliedsbeiträge ist eine konstante Größe geworden.

In den Berichtsjahren 2013 und 2014 gab es am Jahresende beide Male eine erfreulichen Überschuss. Im Details sieht das folgendermaßen aus:

Jahr  Einnahmen Ausgaben Ergebnis
2013 128.334 -110.537 17.797
2014 130.747 -122.815 7.932

Im Jahr 2015 gibt es zu Ende September den unerfreulichen Zwischenstand, dass unser Verband um ca. 13.880 Euro mehr ausgegeben als eingenommen hat. Im allgemeinen zeigt aber das letzte Quartal einen Überschuss - nicht zuletzt durch die Subvention von "Licht ins Dunkel". Es ist daher zu erwarten, dass das Jahresergebnis wesentlich besser als der Zwischenstand ausschaut.

Auch für 2016 ist ein Minus zu erwarten, da wir im April 2016 den Kongress der Europäischen Paraplegikervereinigung in Wien durchführen. Es ist nicht vorstellbar, dass die dafür anfallenden Kosten durch zusätzliche Subventionen abgedeckt werden können.

Aufgrund der positiven Ergebnisse der Vorjahre ist die finanzielle Situation des Verbandes als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Top 7 : Bericht des Rechnungsprüfers und Entlastung des Vorstands

Hubert Lohner und Kurt Blaha haben die Rechnungsprüfung durchgeführt, alles für in Ordnung befunden. Es wird der Antrag gestellt, den Vorstand zu entlasten. Einstimmig angenommen.

Top 8 : Höhe Mitgliedsbeitrag

Es wird als nicht notwendig empfunden, den Mitgliedsbeitrag zu ändern, da der Verband in einer gesicherten finanziellen Situation ist.

Top 9 : Debatte und Beschlussfassung über Statutenänderung, Diskussion und Abstimmung der eingegangenen Anträge

Dr. Rainer Geissler liest laut der Statuten des Vereins alle Anträge vor.

Melitta Paulinec fragt, ob Dr. Johann Hinteregger noch Mitglied ist und ob es überhaupt notwendig ist, über seine Anträge zu diskutieren und abzustimmen. Wolfgang Glaser sagt, dass Dr. Hinteregger seine Mitgliedschaft wohl aufgelöst hat, aber er laut Statuten bis Ende des Jahres noch beim VQÖ dabei ist. Melitta Paulinec fragt, warum er denn dann überhaupt Anträge stelle. Die Frage kann nicht beantwortet werden.

Zunächst wird der Antrag 1 (Anton Steiner) auf eine geheime Abstimmung verworfen
Antrag Dr. Hinteregger: ÖAR aus dem Text streichen. Wortmeldung des Vorstands ist, dass eine Lebensfähigkeit unseres Vereins wohl ohne Zugehörigkeit von ÖAR nicht gegeben ist.
Antrag abgelehnt
Dem Antrag von Dr. Hinteregger, einen fix bezahlten Rechtsberater im Verein anzustellen, ist aus finanziellen Gründen nicht möglich, es sei denn, dass Dr. Hinteregger einen Sponsor findet, der bezahlt.
Antrag abgelehnt
Über den Antrag unseres scheidenden Mitglieds, den VQÖ neu zu organisieren (wie auch immer – Vorschlag wurde keiner gemacht) wurde abgestimmt:
Antrag abgelehnt
Antrag von Dr. Hinteregger beschäftigt sich auch mit dem § 29 b. Manfred Schweizer erklärt erneut, dass noch kein nennenswertes Ergebnis vorhanden ist. Der schon erwähnte Arbeitskreis strebt zwei verschiedene Ausweise an, wodurch man erkennen könnte, wer den echten breiten Behindertenparkplatz in Anspruch nehmen könnte und wer nicht.
Sein Antrag auf Austritt aus dem ÖAR wird abgelehnt

 

Anton Steiners Anträge werden danach behandelt.

 Antrag 2: Selbstbestimmung, Chancengleichheit und Gleichstellung.
Antrag abgelehnt
Antrag 3: Barrierefreiheit und Ö-Norm B 1600.
Antrag angenommen
Antrag 4:ORF-Teletext – Informationen des VQÖ über eine Teletextseite verbreiten. Wird an den Vorstand verwiesen, da Kosten unklar. Auch wer das initiieren soll, bleibt offen
Antrag 5: Statutenänderung und Mitgliederwerbung. Manfred Schweizer teilt zur Information Abschriften der Statuten unter den Mitgliedern aus.
Teil 1 – Statutenänderungen sollen vom Vorstand überdacht und besprochen werden.
Teil 2 – Honorierte Mitgliederwerbung
Antrag abgelehnt
Antrag 6: Restriktive Vergabe des Eurokey.
Antrag abgelehnt
Antrag 7: Parkausweis für Behinderte mit dem Rollstuhl.
Da es bereits einen Arbeitskreis gibt, der sich damit beschäftigt, wird der Antrag an den Vorstand weitergeleitet
Antrag 8: Rollstuhlsymbol. Ein allgemeines Symbol für Behinderung muss nicht für den Gebrauch eines Rollstuhls schlüssig sein.
Antrag abgelehnt
Antrag 9: Rollstuhlsport im ÖBSV.
Karl Janesch-Voit: Zum Tischtennisturnier in seinem Heimatort ist trotz Verständigung aller Medien (ORF, Radio, usw.) nur ein lokaler Sender gekommen. Manfred Schweizer: Es wird vom VQÖ genug unternommen, viel mehr geht nicht. Anton Steiner: Es fehle ihm das Sportfest in Strebersdorf, da gab es noch eine Kameradschaft und Gemeinsamkeit, die er heute oft vermissen würde.
Antrag abgelehnt
Antrag 10: Kündigung der Mitgliedschaft des Verbandes beim ÖZIV.
Manfred Schweizer: Im Laufe der Jahre hat die Mitgliedschaft beim ÖZIV für den VQÖ viel bedeutet.
Antrag abgelehnt
Antrag 11: Mitgliedschaft Maria Lubei-Steiner.
Zurückgezogen, da statutenwidrig
Antrag 12: Statuten: wird von Anton Steiner zurückgezogen, da irrtümlich doppelt
Antrag 13: Landesstellenleiter.
Manfred Schweizer: War schon mal da. Hat sich vor den Zeiten des Internets bewährt. Mittlerweile sind einige Landesstellenleiter verstorben oder haben ihre Funktion zurückgelegt, da sie nicht mehr kontaktiert wurden. Daher wurde der Antrag zum Überdenken der Situation dem Vorstand übergeben

 

Top 10: Termin und Ort der nächsten Generalversammlung

Manfred Schweizer bittet um Vorschläge der Mitglieder, gibt aber zu bedenken, dass die Sitzung noch vor dem Mai 2017 angesetzt werden müsse. Übrigens ist das auch zugleich die 60-Jahres-Feier des Vereins.

Top 11: Allfälliges

Es liegen Folder zum 8. Österreichischen Berufswettbewerb (19. bis 22. November 2015) auf. Wer sich anmelden möchte, der möge sich einen holen.

Neun Mitglieder haben auf die Bitte um Meinungen bezüglich Bettzeugverfärbungen durch Katheter in unserem letzten Nachrichtenblatt reagiert. Schuld sei die Wasserbeschichtung.

Manfred hält die Einladung zur Verleihung des Pflegepreises 2015 ist seiner Hand und sagt, dass er mit Maria dorthin gehen werde.

Am 4. und 5. November werden auf der Messe-Wien Exemplare von „Rollstuhl Aktiv“ zur freien Entnahme aufgelegt.

Manfred Schweizer erwähnt, dass 9 Veranstaltungen vom VQÖ durchgeführt wurden, aber es auch Privatinitiativen gegeben hätte. Hannes Wiesinger ergreift das Wort und erklärt, dass der Flugtag für Kinder bereits sechs Mal auf seine Initiative hin und mit Unterstützung des VQÖ veranstaltet wurde. Beim letzten Mal wollten etwa 50 Kinder das Angebot zu fliegen für sich in Anspruch nehmen. Also alles in Allem ein großer Erfolg!

Anton Steiner fragt an, ob der Verein daran denkt, eine Spende dem Flüchtlingsstrom zur Verfügung zu stellen. Es sind keinerlei Aktivitäten zu erwarten. Hilfe gab es aber von Privatpersonen, die Mitglieder des VQÖs sind.

Milli Schwarz bedankt sich beim Vorstand für die ehrenamtlichen Tätigkeiten. Sie sollen sich nicht „den Nipf nehmen lassen“ und so weitermachen wie bisher. Sie wäre zufrieden und fühle sich gut vertreten.

Top 12: Vergabe des Albert-Wöhrer-Gedenkpreises an das älteste anwesende Mitglied

Milli Schwarz: 1934 geboren, ist sie 1970 dem Verband beigetreten und seither ein treues Mitglied. Eine Urkunde und ein Golddukaten werden ihr vom Obmann überreicht. Sie bedankt sich in einer kurzen Rede. Sie hat sich sehr darüber gefreut.

Weitere Details gibt es hier.


Manfred Schweizer bedankt sich bei allen anwesenden Personen und lädt zum gemeinsamen Abendessen ein.

20. - 25. September 2015: "aktiv.sport.camp" in Podersdorf

(von Mag. Jörg Goldgruber)

Termin: 20.09. -25.09.2015

Veranstaltungsort: Podersdorf am Neusiedlersee

Unterbringung: Hotel Herlinde, Podersdorf

Kursleiter: Mag. Jörg Goldgruber

Veranstalter: VQÖ in Kooperation mit Cura-San und AUVA

Betreuer: Wagner Josef, Karner Martin, Mag. Jürgen Kreisler

 

21 Teilnehmer: Trupp Franz, Reicher Franz, Reicher Gertrude, Resch Heidi, Resch Peter, Prem Josef, Grabner Mario, Leopold Marco, Wiedner Nadine, Schlögl Andrea, Lex Hermine, Konrad Dagmar, Bruchmann Elfriede, Paier Jürgen, Putz Klement, Hauser Johann, Lenz Peter, Podbelsek Helmut, Nestler Karl, Neumeister Anton, Kühberger Wolfgang

13. September 2015: No limits in the air! - 6. Flugtag für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen

(von Kons. ing. Hannes Wiesinger)

Auch heuer haben sich die Segelflieger von der Flugsportgruppe UNION Linz, mit ihrem Obmann Harald Kopececk in den Dienst der Kinder und Jugendliche mit Behinderungen gestellt und den nunmehr 6. Flugtag gestaltet.

Am Sonntag, den 13. September 2015 war wieder soweit. Ein strahlend schöner Tag, also ideales Flugwetter.

 

 

Bei der Begrüßung durch den Obmann Harald Kopececk konnte er auch Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier als Vertreter der Stadt Linz willkommen heißen.

 

 

 

 

 

Eine besondere Freude war, dass der Bundesbehindertenanwalt Dr. Erwin Buchinger mit seinen beiden Söhnen angereist war und sich dann auch einige Stunden Zeit nahm, um bei unserer Veranstaltung dabei zu sein.

 

 

Pünktlich um 10:00 Uhr konnte dann programmgemäß mit den Flügen begonnen werden.

Um die Rekordzahl von 50 angemeldeten Kindern und Jugendlichen den lang ersehnten Traum vom Fliegen zu ermöglichen, hatte das gesamte Organisationsteam allen voran Margit Kolnberger, die wieder in bewährter Weise die Anmeldung und Einteilung der Kinder und Jugendlichen übernommen hatte, sowie vom UNION Referat 'NO LIMITS' vertreten durch Edi Scheibl und vom Verband der Querschnittgelähmten Österreichs durch meine Mitarbeit, alle Hände voll zu tun, um die Mannschaft der Flugsportgruppe beim reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu unterstützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Kinder und Jugendlichen bekamen bei der Anmeldung ein weißes T-Shirt, das mit den Logos der Vereine bedruckt war, geschenkt. Außerdem wurden dann alle kurz vor dem Abflug im Flugzeug sitzend fotografiert und die Fotos wurden ihnen, nachdem sie ihre Flüge absolviert hatten, als Erinnerung an den Flugtag überreicht.

 

 

 

 

Ein tolles Rahmenprogramm, wie Basteln von Papierfliegern, Vorführung von Modellfliegern, die Erklärung von den Flugzeugen am Boden und eine eigene Spiele-Station verkürzte den Kindern die Wartezeit.

 

 

 

 

Auch für das leibliche Wohl ist durch Spenden von mehreren Firmen mit Getränken sowie Bratwürstl und Koteletts vom Grill von der Fleischerei Gruber aus Gmunden ausreichend gesorgt worden. Außerdem hatten Eltern der Kinder wieder jede Menge von Mehlspeisen mitgebracht.

 

 

 

Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten allen voran natürlich den Segelfliegern von der Flugsportgruppe UNION Linz, die zum Erfolg des heurigen Flugtages beigetragen haben, mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

1. bis 5. September 2015: Kulturtage in der Schweiz

(von Martha und Ernst Preisinger)

In den vergangenen Jahren führten die Kulturtage des VQÖ in alle Landeshauptstädte der österreichischen Bundesländer. Den Abschluss bildete dabei im Vorjahr St. Pölten. Nun entschloss sich Obmann Manfred Schweizer, eine Kulturfahrt in die Schweiz zu unternehmen. Für diese Fahrt meldeten sich so viele Interessenten an, dass nur ein Teil heuer dabei sein konnte und diese Fahrt im nächsten Jahr für die anderen Mitglieder wiederholt wird.

Die heurige Fahrt startete von der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg, wo die 20 Teilnehmer (acht Rollstuhlfahrer, zwei Gehbehinderte mit Elektroscootern, neun Geher und der Chauffeur) ihre Autos stehen lassen konnten und in den Bus des Unternehmens Oberlojer aus Kärnten einsteigen konnten bzw. mit der Hebebühne in den Bus gehoben wurden./

Die Fahrt ging bei wolkenlosem Himmel auf der Autobahn über das große deutsche Eck, über die Inntalautobahn bis zur Raststation Pettnau zur Mittagspause. Dann ging die Fahrt weiter über den Arlberg, wo sich erste Wolken ankündigten, weiter über Liechtenstein in die Schweiz. Nach einer weiteren Pause in der Raststation Rheintal fing es bereits zu regnen an. Wir fuhren vorbei am Walensee, am Obersee, am Zürichsee, am Zugersee – die Schweiz wird auch als Land der Seen bezeichnet – und schließlich gelangten wir zum Sempachersee, wo wir im Gästehaus Guido Ä. Zäch des Paraplegikerzentrums Nottwil in geräumigen, behindertengerecht ausgestatteten Zimmern untergebracht waren. Und zum Glück hatte es aufgehört zu regnen, was beim Aussteigen und Ausladen der Rollstühle sehr angenehm war.

Beim ersten sehr delikaten Abendessen im Seminarhotel Sempachersee lernten wir bereits erste Schweizer Ausdrucksweisen (wie z. B. eine Stange Bier = 0,2 L) und die Preise (Glas Wein 0,1 L 8 SFR, Stange Bier 5,5 SFR) kennen.

Am zweiten Tag gab es eine Führung durch das Paraplegikerzentrum. In einem sehr bewegenden Film wurde an Hand von drei Personen im Rollstuhl die Ganzheitlichkeit in Behandlung, Rehabilitation und bestmögliche Integration von querschnittgelähmten Personen in die Gesellschaft durch die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPF) dargestellt. Urs Styger, ein Mitarbeiter des Zentrums, erklärte in seinem Vortrag die Entstehung und die Organisation des heute weltweit einzigartigen Leistungsnetzes der Schweizer Paraplegiker-Gruppe (SPG) und führte uns durch die verschiedenen Abteilungen, wie z. B. orthopädischen Werkstätten, Rollstuhlabteilung, Fahrzeugumbau und zeigte uns die sportlichen Einrichtungen.Nach einem Mittagsimbiss im dortigen Selbstbedienungsrestaurant fuhren wir nach Luzern zum Rosengart-Museum, wo uns eine kompetente Führerin die zahlreichen Bilder von Pablo Picasso, Paul Klee, Joan Miró, Marc Chagall usw. sehr leidenschaftlich und lebendig näher brachte. Auch die über 80-jährige Besitzerin Angela Rosengart, die mit Pablo Picasso befreundet war, war anwesend.

Nach der Rückfahrt nach Nottwil gab es im Caribean Village, einem Lokal nahe des Bahnhofes in Nottwil, einen sogenannten „Apero“. Manfred erhielt den Tipp von Urs Styger und dachte dabei an einen kleinen Aperitif vor dem Abendessen, dass dann aber verschiedene Häppchen in reichlicher Menge serviert wurden, war doch eine Überraschung. Das Abendessen nahmen wir in dem im Hotel befindlichen Restaurant Aurora ein, und es schmeckte wieder sehr vorzüglich.

Am dritten Tag ging es durch das landschaftlich reizvolle Emmental, das durch die vielen Bauernhäuser mit den mächtigen Walmdächern beeindruckt, in den Ort Lützelflüh, wo sich das Gotthelf-Zentrum befindet. Jeremias Gotthelf ist das Pseudonym des sehr bekannten Schweizer Schriftstellers Albert Bitzius, der viele Romane und Erzählungen geschrieben hat. Einige Werke wurde sogar verfilmt (z. B. „Uli der Knecht“ oder „Die schwarze Spinne“), in denen Liselotte Pulver mitspielte. Die Museumsführerin mit ihrer kräftigen und deutlichen Stimme erzählte uns eindrucksvoll vom Leben und Wirken dieses bedeutenden Schweizer Schriftstellers.

Die Fahrt ging weiter in die Schweizer Hauptstadt nach Bern, wo nach kurzer Freizeit am Nachmittag eine Stadtführung am Programm stand. Startpunkt war der Bundesplatz mit dem Bundeshaus, von dort ging es zum Berner Münster, die größte und wichtigste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz. Von der Münsterplattform konnten wir einen Blick auf die Aare genießen. Durch die Gerechtigkeitsgasse erreichten wir den Zeitglockenturm, ein aus dem Mittelalter stammender Uhrturm mit astronomischer Uhr und Glockenspiel, wo wir das bekannte Figurenspiel abwarteten, das uns der Führer eindrücklich beschrieb. Über die Nydeggbrücke gelangten wir zum Bärenpark, wo der Bus auf uns wartete. Kurz nach der Rückkehr in Nottwil fing es während des Abendessens zu schütten an und wir hofften, dass es sich in der Nacht ausregnen möge, da am nächsten Tag ein Ausflug auf den Pilatus, den Aussichtsberg am Vierwaldstättersee, bevor stand.

Welch ein Aufatmen am Morgen des vierten Tages: herrlicher Sonnenschein! Wir fuhren nach Kriens bei Luzern, wo wir mit Gondeln auf den bekannten Aussichtsberg gebracht wurden. In jede Gondel passte nur ein Rollstuhlfahrer, und das Hineinheben in die ca. 30 cm hoch schwebenden Gondeln war eine kleine Herausforderung, da die Gondeln nicht angehalten wurden. Schnell ging es in die Höhe und die Aussicht auf den Vierwaldstättersee und auf die Felsabhänge des Pilatus waren atemberaubend. Nach 25 Minuten Fahrt mussten wir in einer Höhe von 1416 Metern in eine größere Gondelbahn umsteigen, in die aber alle Teilnehmer barrierefrei hinein passten. Diese Fahrt dauerte nur 3,5 Minuten, und wir waren am Pilatus-Kulm in 2132 Metern angelangt.

In der Bergstation konnte man durch große Fenster die großartige Aussicht genießen sowie die weltweit steilste Zahnradbahn erblicken, die von der anderen Seite auf den Berg hinaufführt. Einige Teilnehmer erkundeten den rollstuhlgängigen Rundgang durch die 500 Meter lange Felsengalerie (Drachenweg) mit herrlichen Ausblicken. Während des köstlichen Mittagessens im Hotel Pilatus-Kulm zogen Wolken auf, aber bei der Talfahrt ließen wir die Wolken hinter uns und konnten wieder den Blick auf Berge und Seen genießen.

Bei der Führung am Nachmittag durch die schöne Stadt Luzern zeigte uns die Stadtführerin das moderne Kunst- und Kulturzentrum Luzern, die Kapellbrücke mit Wasserturm (die nach einem Brand originalgetreu wieder aufgebaut wurde), die Jesuitenkirche, die Nadelwehr, die Spreuerbrücke sowie Teile der Museggmauer. Über den Weinmarkt, den Kornmarkt und den Kapellplatz gelangten wir über die Seebrücke zur Schiffsanlegestelle, wo die zweistündige Schifffahrt am Vierwaldstättersee begann. Wieder ein Höhepunkt, denn die Ausblicke auf die Stadt Luzern und die vielen schönen Villen, Schlösser, Hotels und die sauberen Ortschaften am See waren traumhaft. An Bord gab es ein Spaghetti-Abendessen, wir genossen das sanfte Dahingleiten des Schiffes während der Dämmerung und als es dunkel wurde, kehrten wir wieder in das nächtlich beleuchtete Luzern zurück.

Auf der Heimfahrt am fünften Tag besichtigten wir noch die berühmte Wallfahrtskirche des Klosters Einsiedeln mit der Schwarzen Madonna in der Gnadenkapelle mit einer einstündigen Führung durch einen Benediktiner-Pater. Auch hier hatten wir Glück mit dem Wetter, denn während der Führung regnete es und als wir wieder einstiegen, war der Regen vorbei.

Dann ging die Fahrt rasch weiter auf der Autobahn und in Feldkirch stärkten wir uns im Gasthaus Löwen mit einem guten Mittagessen. Gegen 18 Uhr kamen wir wieder nach Salzburg, von wo alle Teilnehmer ihre weitere Heimreise antraten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Busfahrer Hubert, der mit großer Umsicht und Hilfsbereitschaft das sichere Ein- und Aussteigen der Rollstuhlfahrer bewerkstelligte.

Mit schönen Eindrücken, wunderbaren Erlebnissen und unzähligen kulturellen Informationen kehrten wir von dieser Reise zurück und unser Dank gebührt Manfred Schweizer und seiner Frau Maria, die diese Reise so toll organisiert haben. Die im nächsten Jahr teilnehmenden Mitglieder können sich schon jetzt auf diese Reise freuen.

6. - 12. September 2015: Sport- und Aktivwoche Herbst

(Ein Bericht von David Kühhas)

Vom 6. bis zum 12. September 2015 ging in Obertraun unter der Leitung von Ing. Rene Schwarz zum x-ten Mal die VQÖ-Sport- und Aktivwoche über die Bühne. Den zahlreichen Teilnehmern bot sich die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Sportarten Tischtennis, Bogenschießen und Rollstuhlrugby unter fachmännischer Anleitung zu perfektionieren. Man feilte an der Technik, es wurden taktische Dinge einstudiert, wichtige grundlegende Aspekte standen immer und immer wieder am Trainingsplan. Nicht zuletzt die Expertisen der Coaches gewährleisteten die durchaus beachtlichen Fortschritte, die die Sportler im Laufe der Woche erzielen konnten.

Leider wurde diese Woche durch einen Unfall mit folgendem Krankenhausaufenthalt überschattet. Luis Weiß schlug mit dem Kopf am Boden ein und wurde dann nach Bad Ischl ins dortige Spittal eingeliefert und dort sofort in den Tiefschlaf versetzt. Gehirnblutung! Er kam aber Gott sei Dank mit einem (im wahrsten Sinne des Wortes) blauen Auge aus und wir wünschen ihm auf diesem Wege eine vollständige und gute Genesung.

Ein großes Dankeschön ergeht natürlich auch an unsere Partner, deren Engagement und Unterstützung diese Veranstaltung erst auf den Weg brachten. Fa. Coloplast unterstützt diese Woche finanziell und schickte einen Vertreter vorbei, der einen kleinen Einblick in die Firmen–Philosophie aufzeigte, sowie einen Vortrag zum Thema Kathederherstellung hielt.

Nicht zu vergessen: all die fleißigen Helferlein sowie die Mitarbeiter im BSFZ Obertraun, ohne die eine erfolgreiche Abwicklung der Woche wohl nur schwer möglich gewesen wäre. 

Nach harten und fordernden Trainingseinheiten nutzten nicht wenige die Gelegenheit sich in geselliger Runde im Sportcafé zu erholen, so wurde zum Beispiel die definitive Qualifikation der österreichischen Fußballnationalmannschaft für die EURO 2016 gemeinsam bejubelt. 

Den großen Fleiß und Einsatz der Teilnehmer belohnte auch Petrus – er verwöhnte uns die gesamte Woche mit herrlichem Herbstwetter. 

Ich denke, jeder Sportler kam auf seine Kosten und konnte positive Eindrücke und Erlebnisse aus dieser Woche mitnehmen. Die Mitglieder des VQÖ sehen einer Neuauflage der Sport- und Aktivwoche im Mai 2016 bereits mit Vorfreude entgegen.

9. bis 30. Juni 2015: Rehab-Aufenthalt Rovinj

Rovinj 2015
(von Georg Leitinger)

Als langjähriges Mitglied des VQÖ waren mir die Angebote unseres Verbandes für einen Rovinj-Aufenthalt bekannt. Mein Sohn Georg und ich hatten ein Doppelzimmer.

Nach der Anreise mit meinem Pkw war die Freude groß, als mich unser Obmann Manfred Schweizer trotz Verspätung bereits erwartete und beim Ausladen und Zimmerbezug tatkräftig half. Diese Hilfsbereitschaft setzte sich fort als ich feststellte, dass bereits die erforderliche kurärztliche Untersuchung am nächsten Tag um 8.00 Uhr organisiert war. Auch auf das Erfordernis eines für mich geeigneten Bettes hat er die zuständige Sr. Brigitta hingewiesen.

8:30 Uhr: Zeit für Atemtraining und Gymnastik

Einem guten Start meines Rehab-Aufenthaltes stand somit nichts mehr im Wege. Die Kurärztin kannte nicht nur das Problem von Menschen mit Querschnittlähmung sondern auch -mich betreffend- von Poliopatienten.

Alle Teilnehmer unserer Gruppe hatten die Möglichkeit, zu günstigen Preisen verschiedene physikalische Therapien in Anspruch zu nehmen.

Alle Tage, ausgenommen Sonntag, begannen für unsere Gruppe um 08.30 Uhr mit Atemtraining incl. Gymnastik, geleitet von Manfred, manchmal unterstützt von Klement Putz. Da es mir freigestellt war, mit der anwesenden Gruppe von AUVA-Patienten diese Übungen zu absolvieren, nahm ich 2-mal bei dieser Gruppe teil, stellte aber fest, dass die Übungen unserer Gruppe konform durchgeführt, aber durch heitere sprachliche Ergänzungen lockerer zu bewältigen waren. Bei der zeitlichen Festsetzung des übrigen Therapieplanes wurde wunschgemäß auf den Zeitpunkt von Gruppentherapien Rücksicht genommen.

Dies betraf auch den täglich möglichen 1-stündigen Aufenthalt im ca. 30 Grad warmen Meerwasserbecken. Während dieses Aufenthaltes wurde für alle Teilnehmer von Montag bis Freitag von einer Therapeutin ca. 25 Minuten Gruppengymnastik angeboten. An Samstagen wurde im selben Meerwasserbecken 1-stündiges freies Schwimmen ohne Gymnastik angeboten.

Ausflug zum Limski-Kanal

Manfred kennt die positive Wirkung des Schwimmens im warmen Meerwasser und nutzte seine Beziehungen zur Leitung von Bolnica in der Weise, dass er einen Schlüssel zum Hallenbad erhielt und Interessenten unserer Gruppe unter seiner Aufsicht sogar an Sonn- und Feiertagen eine Stunde schwimmen konnten.

Der Erholungsfaktor dieses Aufenthaltes wurde zusätzlich erheblich durch die nette Kameradschaft innerhalb unserer Gruppe und mit dem Personal erhöht.

An einem Nachmittag startete ein Teil unserer Gruppe bei etwas unruhiger See mit einem gut geeigneten Katamaran einen Ausflug zum Limski-Kanal. Dabei bestätigte sich die Erfahrung mit baulichen Barrieren von Manfred und Begleitpersonen. Obwohl das angepeilte Restaurant nicht barrierefrei war, wurden wir rasch über die Stufen auf eine Terrasse gebracht um unseren Durst zu löschen.

Ausflug nach Tikel, im Hintergrund: Motovun

Auch der abendliche Besuch eines Konzertes in der Franziskaner-Kirche wurde angeboten. 10 Personen haben eine stimmungsvolle Darbietung erlebt.  

Einen weiteren Ausflug machten 14 Personen unserer Gruppe zu einem netten Restaurant in TIKEL, wo wir auf einer Aussichtsterrasse bei gutem Wein köstlich kulinarisch verwöhnt wurden und eine schöne Aussicht auf den auf einem Hügel gebauten Ort Motovun genießen konnten.

Zum Zeitpunkt der Abrechnung unserer Konsumation erlebten wir eine Überraschung: Roswitha Simmel eröffnete uns, dass sie anlässlich ihres kurz bevorstehenden Geburtstages die Kosten - Essen und Getränke - für alle übernimmt. Danke Roswitha, dies war sehr großzügig, und ich bin froh, dass wir an deinem Geburtstag (29.6.) noch anwesend waren und dir ein Geburtstagsständchen nach der Atemgymnastik darbringen konnten.

Für die netten Stunden bei den sonntäglichen Frühschoppen und der netten abendlichen Einladung zur steirischer Jause herzlichen Dank.

 

Ergänzung von Manfred:

Diese Veranstaltungen und auch das Geburtstagsständchen sind deswegen so gelungen gewesen, weil Georg Leitinger auf seiner Harmonika für die entsprechende Stimmung sorgte

Abschließend besonderer Dank an Maria und Manfred für die vorzügliche Organisation dieses 19. Rehab-Aufenthaltes, der mit Sicherheit allen gesundheitliche Besserung brachte.

Liebe Grüße aus Tirol und lieben Dank allen Teilnehmern für das nette und aufbauende Miteinander.

Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen.

25. - 30. Mai 2015: Aktivsportwoche Frühling in Obertraun

 

(Ein Bericht von Ing. Rene Schwarz)

 

Der VQÖ lud auch heuer wieder vom 25. – 30. Mai zu der VQÖ- Sportwoche ein. Wie üblich waren in der Mai-Woche eher weniger Teilnehmer und so war die Gruppe von insgesamt 13 Personen (incl. 2 Begleitungen) gut überschaubar.

 

 

Neben der morgendlichen Aufwärm- und Stretching-Runde wurden dieses Mal neben Tischtennis auch wieder die Allgemeine Sportgruppe sowie Bogenschießen angeboten.

 

Das Wetter spielte auch einigermaßen mit, da es zwar zu Beginn regnete, aber die letzten beiden Tage war es auch möglich bei herrlichem Sonnenschein Swiss-Trac Touren zu machen.

 

 

 

Am Freitag wurde dann erneut ein TT-Turnier ausgetragen wo es spannende Spiele im Einzel- und Doppel gab und so manche überraschende Ergebnisse für die einzelnen brachte.

 

 

Ein herzlicher Dank gebührt wieder dem Team vom BSFZ Obertraun, die uns wie immer sehr hilfreich unterstützten (sei es der Transport der Sportgeräte oder die Verlegung von Platten über Abtropfgitter, die mit dem Rolli leichter zu überwinden sind, ...).

 

Wir werden immer nett und freundlich empfangen und bedient.

 


Unser Mitglied Wilhelm Blechinger erinnert sich an diese Aktivwoche

Der VQÖ hat wieder zu einer aktiv Sportwoche in Obertraun eingeladen.

Es wurden auch heuer wieder einige Sportarten wie Atemgymnastik, Tischtennis, Boccia, Bogenschießen angeboten, dies von den Sportlern gerne angenommen wurde.

Auch mit dem Swiss-Trac machten einige ihre ersten Erfahrungen.

Unter der Leitung von Rene Schwarz und dem Tischtennistrainer Stefan wurde diese Woche für alle Teilnehmer ein Erfolg.

Am Freitag wurde dann ein TT-Turnier ausgetragen, wo es spannende Spiele im Einzel- und Doppel gab und so manche überraschende Ergebnisse für die einzelnen brachte.

3. Mai 2015: World Run der Stiftung Wings For Life

Am 3. Mai 2015 fand weltweit der World Run 2015 statt. Dies ist eine Veranstaltung der Stiftung Wings For Life - einer Institution, die es sich zum Ziel gemacht hat, Querschnittlähmung heilbar zu machen.

Auf allen Kontinenten wurde zeitgleich gestartet. 35 Startpositionen brachten 101.280 Läufer an den Start. Es werden ca. 60 % der Teilnehmer Männer und 40 % Frauen sein. Das Alter der gemeldeten Starter reicht von 16 bis 92 Jahren, und diese werden je nach Startort Temperaturen zwischen 10 und 40 Grad Celsius vorfinden.

Melbourne, Start um 21:00 Uhr Ortszeit

Dabei gibt es ein paar besondere Herausforderungen:

  • In Dubai wird um 15:00 Uhr Ortszeit gestartet, da sind Temperaturen von 30 Grad zu erwarten. Schwierig ist noch ein Hügel, bei dem es stetig bergauf geht. Dieser Hügel wird erreicht, wenn es so richtig heiß ist.
  • In Lima in Peru beginnt das Laufen um 8 Uhr morgens. Der Großteil der Strecke verläuft direkt am Meer, der Wind spielt dann eine große Rolle. „Rückenwind ist super, Gegenwind eher nicht“
  • Die Läufer in Kapstadt in Südafrika wurden 2014 ein Opfer des starken Regens. In feuchten Klamotten zu laufen ist besonders anstrengend.
  • Australien, Melbourne: Das Rennen beginnt um 21 Uhr Ortszeit und wird dann bis in die Nacht dauern.
  • Ganz anders: Los Angeles, Kalifornien. Startzeit: 4 Uhr morgens, nur ideal, wenn man ein Morgenmensch ist. Das heißt, dass sich die Läufer entscheiden müssen, ob sie davor wach bleiben oder früh aufstehen. Vermutlich werden in LA keine Rekorde aufgestellt werden.

Ergebnis 2015:

Gesamtsieger wurde wie schon 2014 Lemawork Ketema (am 22. Oktober 1986 in Äthiopien geboren), der eine Strecke von 79,90 Kilometern zurücklegte, ehe er vom Catcher Car eingeholt wurde. Er startete in St. Pölten in Niederösterreich. Als zweit- und drittbester Läufer schafften Cesar Hernandez 78,3 km in Santiago de Chile und Remigio Huaman Quispe 78,2 km in Peru.

Bei den Damen siegte die Japanerin Yuuko Watanabe. Watanabe erreichte ihr Ziel in der Dunkelheit von Takashima (Japan), während ihre stärkste Konkurrentin Riana von Niekerk im Sonnenschein von Kapstadt lief. Das Catcher Car holte Niekerk bei der 55,21 km Marke ein und Watanabe sicherte sich den Sieg mit 56,33 km.

In Schweden schaffte Aron Andersen 64,82 km bevor ihn das Catcher Car überholte und ging damit als erster Gewinner eines Rennens im Rollstuhl in die Geschichtsbücher ein. Zweitbester österreichischer Rollstuhlfahrer wurde unser Mitglied Nico Langmann, der eine Strecke von 35,66 Kilometer bewältigte.

  

  

Erinnerungsbilder

  

  

Hier gibt es weitere Informationen.

1. und 2. Mai 2015: Albert Wöhrer Senioren-Turnier

Harald Pfundner siegt beim Albert Wöhrer Senioren-Turnier
Von: Mag. Michael Wöhrer

Das 16. österreichweit ausgeschrieben Senioren-Rollstuhltennisturnier des VQÖ wurde am 1. und 2. Mai das erste Mal im Gedenken an den im letzten Jahr verstorbenen Organisator dieser Veranstaltung Albert Wöhrer durchgeführt. 10 Herren und 3 Damen spielten sich in einem Einzel- und einem Doppelbewerb die Platzierungen aus.

Harald Pfundner konnte seinen Sieg im Einzel vom letzten Jahr wiederholen und gegen Dan Kleckner klar mit 6:0 und 6:0 gewinnen. Sensationell schlug sich auch Margrit Fink. Sie wurde unter den Männern im Single 3. und im Doppel siegte sie mit ihrem Partner Kleckner Dan.

Auch der älteste Teilnehmer Herr Wöß Gerhard erbrachte mit seinen 70 Jahren, wie alle Teilnehmer, herausragende Leistungen. Es herrschte wieder eine sehr gute und angenehme Stimmung. Die Siegerehrung fand heuer das erste Mal im Hotel Schilcherlandhof statt.

Dan Kleckner und Harald Pfundner
19. bis 25. April 2015: Rollstuhltenniscamp in Faak / See

(Bericht von Mag. Michael Wöhrer)

Termin: 19. bis 25. April 2015
Ort: Bundessport- und Freizeitzentrum Faak/See
Veranstalter: Verband der Querschnittgelähmten Österreichs

Teilnehmer: 16 Spieler (davon ein neuer Teilnehmer), 1 Begleitperson
Kursleitung: Mag. Michael Wöhrer (RK Tobelbad, Steiermark) 
Kurslehrer: Peter Höck (Tirol), Katharina Nagyi

Trainingszeiten:
8:30 Uhr: Aufwärmen und Kondition
9:00 bis 12:00 Uhr: Tennistraining und Matches
14:00 bis 17:00 Uhr: Tennistraining und Matches

Wochenablauf:

Das Camp startete am Sonntag mit dem Abendessen und einer Begrüßung. Die ersten beiden Tage waren dem Training gewidmet. Leider musste am 1. Tag ein Teilnehmer frühzeitig abreisen. Ab Mittwoch wurden auf 2 Plätzen Doppel- und Einzelturniere durchgeführt. Donnerstag und Freitag holte sich Frau Nagyi Katharina eine Tennislehrerin aus Wien erste Erfahrungen über Rollstuhltennis und half beim Training mit. Das Wetter war vom ersten Tag an sehr tennisfreundlich: Sonnenschein und nicht zu heiß. Beim Abschlussabend am Freitag konnten bei der Siegerehrung alle Teilnehmer ein kleines Präsent entgegennehmen.

20. - 23. März 2015: Manfred Putz durchquert die Wüste Atacama

Mit dem Handbike durch die Wüste Atacama
von Manfred Putz

Die Nonstop Durchquerung der Atacama Wüste ist geschafft. In 79 Stunden durchquerte Manfred Putz ausgehend von Arica bis nach Copiabpo die komplette Wüste. 1275 Kilometer mit ca. 10 000 Höhenmetern verlangten alles ab. Die fünfköpfige Crew betreute Putz optimal, sie schützten ihn vor einem Scheitern, als die Halluzinationen am gefährlichsten Zeitpunkt waren. Nachfolgend sein Bericht:
Endlose Strassen in der Wüste
Mit dem Handbike unterwegs

Diese Tour war brutal, mit dem ganzen Drum Herum auch etwas sehr besonderes. Am Start in Arica wurden wir mit Aymara Tänzen und Rauchritualen in Anwesenheit von dem Österreichischen und Belgischen Konsulen sowie anderen hochrangigen von Arica verabschiedet. In den lebensfeindlichsten Gebieten sich zu bewegen, ein sportliches Ziel zu haben, ist schon etwas Besonderes.

Die ersten 24 Stunden verliefen optimal, die Hitze war erträglich und die Nacht perfekt zum Abkühlen. Am zweiten Tag war es dann richtig heiß, ca. 50 Grad Hitze waren einfach brutal. Hier liegend in Asphaltnähe und die Hitze von oben, heiße Winde und nur heiße Steine und heißer Sand waren extremst. In der zweiten Nacht kühlte es auf null Grad ab. Dieser Wechsel und die ständige Belastung ließen vermutlich neue erste Halluzinationen aufkommen. Ich glaubte mich auf einem Skigebiet zu befinden. So wie es Tag wurde brennte die Sonne wieder mit voller Kraft auf meinen Körper. Es gab kein erholen, aus diesen drei Tagen machte ich einen einzigen langen Tag. Am dritten Tag war die Hitze wieder unmenschlich, die Atacama zeigte mir die Zähne mit voller Härte. Bis dato hatte ich nichts geschlafen und glaubte auch die dritte Nacht durchzufahren. Doch als ich Links und Rechts nicht mehr erkannte, meine Aufgabe nicht mehr wusste, sozusagen nicht mehr Herr meiner Sinne war, holte mich meine Crew vom Bike. Ich wusste noch die Zielsetzung und erkannte dass ich in meinen Zustand mit Sicherheit das Ziel nicht erreichen werde. So ließ ich es auch zu, das mich die Crew vom Bike holte und ich zum Schlaf kam. Hier hat mein extremer Drang zum Erreichen des gesetzten Zieles mir geholfen. Mein Ziel hatte ich immer im Auge, nur meine Aufgabe verlor ich kurz und da hatte meine Crew professionell gehandelt. Nach dieser halbstündigen Pause hat sich mein Geist soweit erholt, das ich in den Endspurt gehen konnte. Die letzten 150 Kilometer waren geprägt von extremst schlechten Straßen, hier half mir mein innigster Wille ins Ziel. Nach 79 Stunden erreichte ich das Ziel in Copiapo, es ist geschafft, die dritte Etappe des Projektes der " Fünf Touren" wurde erfolgreich absolviert. Im Ziel angekommen gab es einen tollen Empfang vom Bürgermeister, den Tourismus Obmann, sowie Medienvertreter von Copiapo.

Die Atacama Wüste, voll von Extremen, mit dem Bike zu durchqueren, galt bis dato für Radfahrer als extrem schwer, für Handbiker als unmöglich. Durch unsere erfolgreiche Durchquerung sind wir unseren Slogan treu geblieben: ALLES IST MÖGLICH, MAN MUSS ES NUR TUN. Scheinbar unmögliche Ziele möglich machen, dabei andere Menschen inspirieren sich Ziele zu setzten, das ist mein innerer Antrieb. Hat man ein Ziel, dann hat man eine Aufgabe, diese Aufgaben bilden den Pfad des Lebens.

Bei meiner kompletten Crew, meinen Sponsoren und Gönnern, sowie meinem kompletten Trainerstab vom Olympiastützpunkt Rif, möchte ich mich herzlichst bedanken. Sie ermöglichen es mir diese scheinbar unmöglichen Ziele zu verwirklichen.

Auf der Webseite 1000kmimhandbike.jimdo.com kann man mehr über das Projekt der "FÜNF TOUREN" erfahren.

 

In der Wüste Atacama
In der Wüste Atacama

 

 Wikipedia:
Die Atacamawüste erstreckt sich entlang der Pazifikküste Südamerikas zwischen dem 18. und 27. Breitengrad Süd, also in etwa zwischen den Städten Tacna im Süden Perus und Copiapo im Norden Chiles, über eine Distanz von rund 1200 Kilometern. Von West nach Ost werden drei Längszonen unterschieden: Die Küstenkordillere, das Zwischental und das Andenmassiv.

Die Atacamawüste ist eine der trockensten Landschaften der Erde. In ihrem zentralen Bereich besteht schon seit wenigstens 15 Millionen Jahren ein hyperarides Klima. Es gibt Orte, an denen jahrzehntelang kein Regen registriert wurde. Ihr südlicher Bereich zwischen dem 24. und 27. Breitengrad war bis Anfang des 21. Jahrhunderts völlig unbesiedelt
25. Oktober 2014 Senioren-Rollstuhl-Tischtennisturnier im RZ Bad Häring
Rollstuhltischtennis

von Hans Ruep

Am 25. Oktober 2014 fand im Turnsaal des RZ Bad Häring das
23. TT – Seniorenturnier statt.


Von uns waren Erlinger Josef und Ruep Hans am Start. Insgesamt nahmen 15 Sportler aus 3 Bundesländer (Oberösterreich, Niederösterreich und die Gastgeber Tirol) teil. Es wurde ein Einzel und Doppelbewerb ausgetragen.

Der Einzelbewerb wurde in 4 Gruppen ausgetragen und die jeweiligen Sieger spielten um den Turniersieg. Alle Plätze wurden ausgespielt, damit jeder zu vielen Spielen kam. Sepp und ich gewannen unsere Gruppenspiele und kämpften mit den beiden Tirolern Gratz und Reiter um den Turniersieg. Sepp gewann glatt 3:0 gegen mich, verlor aber leider dann seine beiden Einzelspiele.
Um noch eine Chance auf den Turniersieg zu haben, musste ich meine beiden Spiele gewinnen, was mir dann auch noch gelang.
Mit 3:0 bezwang ich Reiter und gegen Gratz gewann ich 3:1. Durch diesen Sieg wurde ich noch Seniorenmeister im Einzel.

Weiter ging es mit dem Doppelbewerb, der in 2 Gruppen gespielt wurde, und den ich mit Sepp bestritt. Die 2 besten jeder Gruppe spielten um den Turniersieg im KO-System. Wir kamen ohne Satzverlust ins Finale und dort ging es gegen Gratz-Reiter um den Turniersieg. In einem spannenden Spiel konnten wir uns mit 3:1 durchsetzen und gewannen das Doppel und beide Titel gingen somit nach Oberösterreich.

Mit der Siegerehrung, bei dem es ein Preisgeld gab, das ebenso wie das Abendessen im Hotel Schermer vom Verband der Querschnittgelähmten übernommen wurde, endete das Turnier.

21. - 26. September 2014 Handbikewoche in Podersdorf
Handbikewoche

von Mag. Jürgen Paier

In der Zeit vom 21. September (Sonntag) bis 26. September (Freitag) fand das jährlich organisierte Handbike-Camp (Unterbringung Seehotel Herlinde) in Podersdorf statt. Finanziell unterstützt wird der Aufenthalt vom Verband der Querschnittgelähmten Österreichs.

Vorweg - mit dem Wetter hatten wir, im Vergleich zu den vorhergehenden Sommermonaten, Glück. Während des Burgenlandaufenthalts regnete es nur am Montag und nicht - wie in den vorhergehenden Wochen - an fast jedem Tag. Trotz schlechterem Wetter am Montag konnten wir an allen Tagen mit dem Bike ausfahren.

Ich nahm das erste Mal an dem Handbike-Camp teil und war daher im Vorfeld sehr gespannt, was auf mich zukommen würde. Aufgrund von Erzählungen befürchtete ich, dass es für einen Einsteiger wie mich, eventuell zu viel sein könnte. Ganz unvorbereitet war ich aber nicht. Seit vier Jahren halte ich mich mit Motomed fahren fit. Mit dem Handbike bin ich aber nur gelegentlich unterwegs. Meine weiteste Ausfahrt bis zum Handbike-Camp war an die 40 km. Mir war klar, dass das Motomed-Training nicht mit dem Handbiken in der Natur verglichen werden kann. Trotz meiner geringen Handbike-Erfahrung war ich frohen Mutes und freute mich sehr auf das Handbike fahren.

Am Sonntag - am späten Nachmittag - war Anreise. Bis auf die Betreuer Jörg Goldgruber, Jürgen Kreisler, Herfried Eisler, zwei Kursteilnehmern und Martin Karner von der Orthopädie Cura San kannte ich Niemanden bei dem Kurs. Beim gemeinsamen Abendessen um 19:00 Uhr konnte ich dann alle Teilnehmer kennen lernen. Nach dem Essen wurden die einzelnen Gruppen eingeteilt. Vor der Gruppeneinteilung wurden wir persönlich von Manfred Schweizer, dem Obmann vom Verband der Querschnittgelähmten Österreichs, begrüßt. Nach einer kurzen Ansprache fuhr er wieder nach Hause. Nachdem Manfred Schweizer mit seiner Gattin uns verlassen hatte, wurden die 18 Teilnehmer von Jörg in drei Leistungsgruppen eingeteilt.

Als Anfänger fand ich mich mit drei anderen Handbikern in der Leistungsgruppe 3. Unser Betreuer war Herfried Eisler, der die täglichen Ausfahrten in Absprache mit den Betreuern der anderen Gruppen plante. Herfried wurde unterstützt durch die netten Damen Gerti und Nadine. Ab Dienstag gesellte sich noch Andrea, die am Vortag noch mit der 2. Leistungsgruppe unterwegs war, zu uns. Ihr war die Tempopolzerei in der Gruppe 2 zu anstrengend. Wir – die Leistungsgruppe 3 – schlugen ein gemächlicheres Tempo an, bei dem auch noch Zeit für die Betrachtung der Landschaft blieb. In den vier Tagen (Montag bis Donnerstag) brachten wir - die Leistungsgruppe 3 - an die gefahrenen 250 km auf den Tacho.

Aufgrund des starken Gegenwindes am ersten Ausfahrttages und der langen Streckenführung (rund 75 km) bin ich am Montag erschöpft im Hotel angekommen. Bereits 20 km vor dem Ziel fragte ich nach, wie lange es noch bis ins Ziel ist. Als ich dann die Antwort erhielt, dass es noch etwa 20 km sind bis wir im Hotel ankommen, war ich schon leicht frustriert. Mit eisernem Willen schaffte ich es trotz Regen und leichtem Schauer mit Hilfe der moralischen Unterstützung von Herfried ins Ziel. Nach Erreichen unserer Unterkunft war ich dann erschöpft und gleichzeitig stolz, dass ich die Strecke von 75 km unter diesen schwierigen Wetterbedingungen bewältigt hatte.

Nach dem anstrengenden ersten Tag war die Tour am zweiten Tag mit ungefähr 40 km kürzer. Am Dienstag war meine Gruppe schon früher im Hotel und somit hatte ich Zeit mich in Podersdorf ein wenig umzusehen. Bei meinem kleinen Rundgang in Podersdorf konnte ich einen Winzer mit ausgezeichnetem Rotwein ausmachen. Die Gelegenheit nutzte ich gleich und kaufte mir einige Flaschen für die Wintermonate zum Genießen. Am Mittwoch und am Donnerstag sind wir dann bei schönem Wetter weitere Strecken gefahren. An den beiden Tagen sind wir als Gruppe 3 ungefähr 135 km mit dem Bike unterwegs gewesen. Bei Franz, der mit mir in der gleichen Gruppe gefahren ist, bedanke ich mich dafür, dass er mir Windschatten gegeben hat und mir somit das Fahren bei starkem Gegenwind sehr erleichtert hat.

Neben dem Handbiken kam auch das Gesellige nicht zu kurz. An jedem Abend nach dem Abendessen saßen wir im Hotel in einer gemütlichen Runde zusammen und unterhielten uns angeregt. Obwohl ich neu beim Handbike-Camp war, wurde ich in der Runde herzlich aufgenommen. Ich bin dankbar, ein Teil des Handbike-Camps 2014 gewesen zu sein. Mein Dank geht im Speziellen an die Betreuer Jörg, Jürgen, Herfried und an Martin Karner von der Orthopädie Cura San, der unser Servicemann für Notfälle war, für die fürsorgliche Betreuung. Martin, unser Mann für alle Fälle, brachte es in den vier Tagen auf insgesamt 300 Einsatzkilometer, die er abspulte, um unsere Rollstühle zu transportieren bzw. um bei technischen Gebrechen weiterzuhelfen.

Ich freue mich schon auf das nächstjährige Handbike-Camp in Podersdorf.

7. - 13. September 2014 Herbstwoche in Obertraun

von Ing. Rene Schwarz

Vom 7. – 13. September 2014 fand wie jedes Jahr im Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Obertraun die Herbst-Sportwoche des VQÖ statt.

An der Woche nahmen insgesamt 27 Sportler und Trainer teil, die allesamt sehr diszipliniert waren. In dieser Woche wurde wie jedes Jahr Tischtennis und Rollstuhl-Rugby angeboten. Tennis wurde teilnehmerbedingt heuer abgesagt. Die Allgemeine Sportgruppe mit Boccia, Asphaltschiessen, Frisbee usw. wurde durch eine Neuerung, dem Bogenschießen erweitert.

Alle Sportler bekamen die Möglichkeit, am Dienstag durch eine erfahren Trainerin Bogenschießen auszuprobieren. Es fand regen Anklang und allen Probanden gefiel dies sehr gut, sodass und in der nächsten Ausgabe der Sportwoche im Mai diese Sportart für 2 Tage angeboten wird.

Wettermäßig hatten wir eine gute Woche, trotz Regen war es doch 3 Tage überwiegend sonnig.

Das Rugby-Nationalteam absolvierte wieder ihr Nationaltraining und hatte diesmal wieder 2 neue VQÖ- Mitglieder dabei. Insgesamt wurde ein intensives und lehrreiches Rugbytraining abgehalten, von dem alle Beteiligten profitierten.

Dienstagabends war dann ein Vortrag der Fa. Hollister. Frau Gratzl stellte kurz die Firma vor, und vor allem dann die Produkte für die Inkontinenz. Bei einer Diskussion wurde auf die Bedürfnisse der "Betroffenen" eingegangen. Es herrschte eine rege Teilnahme. Weitere Informationen gibt es unter www.hollister.at zu finden.

Am Mittwochnachmittag wurde ein Ausflug zum See gemacht. Einige der Sportler fuhren mit dem Rolli, andere wiederum mit dem Auto. Bei Cafe und Kuchen saß die Truppe auf der Seeterrasse, bevor sie vor dem Regenguss wieder ins BSFZ zurückfuhr.

Am Abend wurde von Frau Strobl von der Fa. Braun deren Inkontinenzprodukte vorgestellt. Auch hier waren wieder beinahe alle Sportwochenteilnehmer anwesend. Informationen hierfür gibt es unter www.bbraun.at.

Ein herzlicher Dank gilt den Sponsoren dieser Woche, die den VQÖ sowie diese Sportwoche unterstützen und somit den Sportlern einen Teil der Woche finanzieren.

Das Rugby-Team reiste bereits am Donnerstagmittag ab, um bei einem Turnier im Burgenland, dem neuen CuraSan-Cup teilzunehmen.

Die Tischtennisspieler absolvierten wie immer ein internes Turnier im Einzel und im Doppelbewerb. Das Einzel gewann wie im Vorjahr Josef Erlinger und im Doppelbewerb setzten sich Grossberger Robert/ Sieghart Plattner durch. Die Siegerehrung dieser Woche wurde traditionsgemäß am Freitagabend abgehalten, wo die Feier dann noch bis in die Nacht hinein dauerte. Samstag nach dem Frühstück ging's dann bei strömenden Regen nach Hause.

Einen herzlichen Dank möchte ich an alle Trainer und Helfer richten, sowie an das BSFZ mit dem kompletten Team, sie alle ermöglichten wieder eine sehr gute Sportwoche. "Unser Aufenthalt in Obertraun war ein tolles Erlebnis. Die Woche war sehr schön mit vielen Sportarten, die man versuchen konnte, wie Tischtennis, Boccia, Bogenschießen, Rugby und Asphaltstockschießen. Dadurch dass ich das erste Mal dabei war, ist es etwas Besonderes gewesen. "Ich wurde von allen Mitgliedern sehr nett empfangen und gut in die Gruppe aufgenommen", meint Patrick Angelli zur Herbstwoche Obertraun.

7. September 2014 Zum 5. Mal: "No Limits in the Air"
Flugtag

von Ing. Hannes Wiesinger

Flugtag für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen


Mittlerweile hat es sich schon zu einer schönen Tradition entwickelt, dass die Segelflieger von der Flugsportgruppe UNION Linz, mit ihrem Obmann Harald Kopececk einmal pro Jahr einen Flugtag für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen auf dem Segelflugplatz Linz-Ost beim Tankhafen abhalten.

Am Sonntag, den 7. September 2014 war wieder alles startklar und das bewährte Organisationsteam unterstützt von Margit Kolnberger, die wieder die Anmeldung und Einteilung der Kinder und Jugendlichen übernommen hatte, durch das UNION Referat 'NO LIMITS' vertreten durch Edi Scheibl und vom Verband der Querschnittgelähmten Österreichs durch meine Mitarbeit, stand bereit den jungen Fliegern wieder einen schönen Tag zu gestalten.

Flugtag T-Shirt

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Obmann der Flugsportgruppe konnte, wie geplant um 10:00 Uhr mit den Flügen begonnen werden. Die Veranstaltung verlief programmgemäß und auch das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite.

Alle Kinder und Jugendlichen bekamen bei der Anmeldung ein weißes T-Shirt, das mit den Logos der Vereine bedruckt war, geschenkt. Außerdem wurden dann alle kurz vor dem Abflug im Flugzeug sitzend fotografiert und die Fotos wurden ihnen, nachdem sie ihre Flüge absolviert hatten, als Erinnerung an den Flugtag überreicht.

Flugzeug

Auch heuer verkürzte ein umfangreiches Rahmenprogramm den Kindern die Wartezeit und für das leibliche Wohl ist mit Getränken sowie Bratwürstl und Koteletts vom Grill durch die Spenden der Ring Brotwerke, Herbsthofer und der Fleischerei Gruber ausreichend gesorgt worden. Weiters wurde von den Eltern der Kinder jede Menge von Mehlspeisen für den Nachtisch mitgebracht.

Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die zum Erfolg des heurigen Flugtages mit einer Rekordbeteiligung von insgesamt 34 Kindern und Jugendlichen beigetragen haben.

Besonders freut mich auch, dass Linzer Segelflieger mit "No limits in the air" heuer für die Auszeichnung "complemento" vorgeschlagen worden sind. Dieser Preis wird vom Oberösterreichischen Zivilinvalidenverband - OÖZIV alle 2 Jahre im Rahmen einer Festveranstaltung an Personen, Vereine und Organisationen vergeben, die sich besonders engagieren um die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. - Die Linzer Segelflieger wurden von einer Jury aus vielen Anmeldungen als eine der besten 5 Vorgeschlagenen nominiert und zur Veranstaltung am 25.Oktober in Linz eingeladen. Leider hat es nicht ganz für den 1. Preis gereicht.

Dass diese tolle Aktion "No limits in the air" für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen nächstes Jahr wieder organisiert werden soll, hat uns der Obmann Harald Kopececk am Ende der Veranstaltung bereits versichert.

2. Juli 2014 Sportfest in Tobelbad

 von Maria und Manfred Schweizer

Endlich konnten wir wieder einmal die Einladung von Frau Prim. Univ. Prof. Dr. Wildburger annehmen und am 2. 7. 2014 zum Sportfest in das RKT kommen. Es war einmal mehr eine Atmosphäre, die man erleben muss und schwer beschreiben kann: ein hervorragend organisiertes Fest, eine wohltuende Stimmung, liebe Worte und interessante Begegnungen - und doch treffen diese Worte nicht 100 % das Erlebte.

Die gesellige und nicht leistungsorientierte Orientierungs- Rallye wurde bereits am Vormittag ausgetragen. Das Rollstuhltennisturnier musste wegen der Platzverhältnisse in die Halle nach Stainz verlegt werden. Nach einer feierlichen Eröffnung am Basketballplatz mit viel Prominenz wurden die Wettkämpfe der stationären und ehemaligen Patienten (Rollstuhlfahrer, Amputierte und Extremitäten-Verletzte) durchgeführt. Sehr spannend war das Demonstrationsspiel der Rollstuhlbasketballgruppe.

Besonders berührend war für uns der Tanz einer Kinderrollstuhlgruppe.

Mag. Michael Wöhrer hat in liebenswerter und humorvoller Art durch den Sportnachmittag und die Siegerehrungen beim Grillfest geführt, wobei bei der Eröffnung Frau Prim. Prof. Dr. Wildburger den Begründer der Sportfeste, unseren langjährigen Obmann und Präsident Albert Wöhrer, der im April verstorben ist, gewürdigt hat.

Das heurige Sportfest erfuhr eine besondere Auszeichnung, in dem BM. Stöger die Eröffnung vorgenommen hat.
Hervorragende Arbeit hat die Küche geleistet, die etwa 300 Port. Koteletts inkl. Beilagen in Kürze auf die Tische gezaubert hat.
Überhaupt war in allen Bereichen ein phantastisches Team am Werk.

14. bis 22. Juni 2014 Race Across America (RAAM)
Race Across America

Das Race Across America (RAAM) ist ein jährlich durchgeführtes Radrennen, das von der Westküste der Vereinigten Staaten zur Ostküste verläuft. Es gilt als das längste und härteste - wahrscheinlich auch verrückteste - Radrennen der Welt. Der Österreicher Christoph Strasser gewann 2013 das Rennen als erster Soloathlet unter acht Tagen (Siegerzeit 7 Tage 22 Stunden 11 Minuten), und unterbot diesen Rekord im nächsten Jahr mit 7 Tagen 15 Stunden 56 Minuten erneut.

In der Kategorie Handbike stand der Rekord auf 8 Tage und 9 Stunden, aufgestellt durch Carlos Moleda, Patrick Doak, Hannes Köppen und Vico Merklein. Im Jahr 2014 wurde dieser Rekord durch das Handbikeduo Thomas Frühwirth und Manfred Putz unterboten:

14. bis 22. Juni 2014: 8 Tage, 1 Stunde, 25 Minuten

Race Across America - Betreuer

Um 16.14 Uhr Ortszeit überquerten Thomas Frühwirth und Manfred Putz am 22. Juni 2014 die Ziellinie in Annapolis und beendeten das Race Across America somit von der West- an die Ostküste in der unglaublichen Zeit von etwas mehr als 8 Tagen. Mit dieser Zeit erfüllten sich die beiden Handbiker nicht nur einen persönlichen Traum, das härteste Radrennen der Welt zu finishen, sondern setzten auch ein deutliches Zeichen. Denn diese Zeit bedeutet sehr viel: Sie ist neuer Rekord beim RAAM in der Klasse der Handbiker.

Um dieses Unternehmen durchzuführen, bedarf es einer gründlichen Vorbereitung. Die Sportler wurden durch ein Betreuerteam von 11 Mann unterstützt. Die beiden Österreicher waren bereits 10 Tage vor dem Start vor Ort, um sich an die klimatischen Verhältnisse (in der Wüste von Borrego Springs bis zu 51 Grad im Schatten) zu gewöhnen.

Der Start erfolgte am 14. Juni um die Mittagszeit. Das Rennen war auf einen Rhythmus von von etwas unter 2 Stunden aktives Fahren und etwas unter 2 Stunden Pause aufgebaut. Für die Dauer des Rennens wurde fast vollständig auf flüssige Nahrung umgestellt. Frühwirth und Putz begannen mit hohem Tempo, das Betreuerteam arbeitet routiniert und fehlerfrei.

Nach den hügeligen Dünengebieten ging es schon in Richtung Rocky Moutains. Auf 3600 Meter spürt man erst, wenn man einen Schluck trinkt, dass danach ein kleiner Sauerstoffmangel herrscht und man 1-2 extra Luftschnapper braucht. Vor allem das Gebiet nach dem Wolfs-Creek-Pass (höchster Punkt des Rennens 3600 Meter) hat sehr an Alpenpässe erinnert. Nur sind hier die Anstiege länger, dafür aber auch flacher. Oben herrschten Temperaturen von etwas über null Grad und auf den Abfahrten wurde es schon recht frisch.

Ab dem 5. Tag wurde es auch für das Team anstrengend und der eine oder andere kleine Fehler schlich sich ein. Denn auch die Betreuer schlafen während des Rennens maximal 3 Stunden am Tag. Nach etwa zwei Drittel war abzusehen, dass eine Zeit von weniger als neuen Tagen erreicht werden konnte - also auf in das letzte Drittel mit neuer Motivation. Die bevorstehenden Appalachen würden den Fahrern aber nochmals alles abverlangen.

Während des ganzen Rennens gab es weder einen Reifenschaden an den Handbikes noch Probleme mit den Betreuerfahrzeugen und dem Wohnmobil. Auch das Wetter war dem Unternehmen freundlich gesinnt, in acht Tagen hat es nur einmal eine Viertelstunde geregnet.

Trotz eines letzten Aufbäumens war es nicht möglich, unter die 8-Tage-Grenze zu kommen, aber 8 Tage, 1 Stunde und 25 Minuten sind neuer Rekord.

Thomas Frühwirth

Thomas Frühwirth:
geb. 12. August 1981
Verbandsmitglied seit 2005
Querschnittlähmung nach Motorradunfall

"Es ist natürlich ein herrliches Gefühl, den Rekord geschlagen zu haben. Wir sind ein nahezu optimales Rennen gefahren, das Team hat ebenso perfekt gearbeitet. Herausgekommen ist eine Wahnsinnszeit, auf die wir stolz sein können. Es hätte natürlich immer noch schneller gehen können, also ist eine Zeit unter 8 Tagen sicher auch möglich. Aber ich bin dennoch absolut zufrieden, weil ich von Anfang bis zum Schluss fast keine Müdigkeit verspürte und bei meinen Etappen keine Schwächephasen hatte."

Manfred Putz

Manfred Putz:
geb. 24. Juli 1969
Verbandsmitglied seit 1998
Querschnittlähmung nach Verkehrsunfall

"Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, die Finisher-Medaille um den Hals hängen zu haben. Das haben bislang nur wenige geschafft. Dass wir dazu auch noch einen neuen Rekord für Handbiker aufgestellt haben, ist das Tüpferl auf dem i. Ich bin gleichzeitig aber auch froh, dass das Rennen vorbei ist, ich bin körperlich an meine Grenzen gegangen."

3. bis 24. Juni 2014 Reha-Aufenthalt in Rovinj, Kroatien
Arena von Pula

Ein Bericht von Roswitha und Josef Simmel

Am 3. Juni 2014 um ca. 15:45 Uhr sind wir in Bolnica Rovinj angekommen. Obmann Manfred Schweizer war gerade bei seinem Wagen und begrüßte uns herzlich und half beim Ausladen des Reisegepäcks tatkräftig mit. Plötzlich sind auch Schwester Brigitta und ihre Kollegin erschienen und haben auch fleißig zugepackt. So schnell hatten wir noch nie alles im Zimmer!

Die Sonne wurde in den nächsten Tagen immer kräftiger und die Rollstuhlfahrer hofften, dass die Vorrichtung für den Transfer ins Meer bald in Betrieb gehen würde. Nach ca. einer Woche gab es in der Nacht einige Gewitter mit Regen, und daher wurde die mindeste Temperatur von 24 Grad C im Meer nicht erreicht. Also es gab heuer kein Meer für die Rollis. Es gab jedoch die Möglichkeit, im geheizten Hallenbad mit Meerwasser bei 30 Grad zu schwimmen.

Bolnica liegt in einer noch natürlichen Parkanlage auf einer kleinen Halbinsel mit den Bäumen, Sträuchern, alten Gebäuden und Wegen. Es ist einfach dafür geschaffen, sich gut und ohne Stress zu erholen. Das Personal rundherum ist auch sehr nett und hilfsbereit. Die Speisen in der Küche waren hervorragend und sehr verführend, immer alles aufzuessen.

Die Fußballspiele der WM wurden natürlich auch angesehen, und es wurde darüber diskutiert, wie man das Runde am besten ins Tor bringt. Kroatien war ja WM Teilnehmer und daher standen in allen Lokalen TV Geräte zum Zusehen.

Ausflug nach Rovinj

Mit 21 Personen ging es am 7. Juni nach Pula. Eine kompetente Reiseführerin zeigte uns das Kolosseum Pula und erzählte uns ausführlich die Geschichte dazu. Anschließend ging es noch zu einigen sehenswerten Plätzen in der Altstadt. Am 4 Juni fuhren 5 Personen in die Stadt Motovun. Sie liegt auf 277 m über dem Meer auf einem steilen, isolierten Hügel über dem Tal der Mirna. Die Reiseleitung übernahm Manfred.

Nach Brijuni ging es am 14. Juni mit 26 Personen. Wir hatten auch hier eine Reiseführerin. Dort konnte man mit einem Zug eine Führung auf der Insel genießen. Es wurde auch das Tito Museum besucht. Hier ist auch der älteste Olivenbaum aus dem 4. Jahrhundert. Am Abend war in Rovinj noch ein Konzert in der Franziskaner Kirche.

In die Basilika von Vodnjan ging es mit 4 Personen am 18.Juni. Da konnte man unter anderem berühmte mumifizierte Leichen sehen.
Es gab natürlich noch einige private Ausflüge, z. B. zur Roten Insel und zu einer abgelegen Buschenschenke ca. 5km vor Motovun.
Außer Sonntag gab es täglich nach dem Frühstück die Atemgymnastik mit Manfred und Mentl, natürlich mit einigen Geschichts-Infos aus der Vergangenheit und einigen Witzchen.
Auf der Terrasse wurden wieder Karten, Mühle, Schach etc. gespielt bis die Köpfe rauchten.
Nach der Messe am Sonntag, die auch sehr gut besucht wurde, gab es den Pfarrkaffee auf der Terrasse. Es wurde natürlich auch Schmäh geführt. Im Porton Biondi wurde wieder das Abschlussessen zelebriert.

Mit einem Wort "Es war wieder großartig in Rovinj", und ich hoffe es gibt noch viele Rehab Aufenthalte in Rovinj.